Va­ter der „Neu­en Wil­den“: A. R. Penck ist tot

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Kultur -

Der deut­sche Ma­ler A. R. Penck ist tot. Der 77Jäh­ri­ge sei be­reits am Di­ens­tag nach ei­ner län­ge­ren Krank­heit in Zü­rich ge­stor­ben, teil­te die Ga­le­rie Michael Wer­ner am Mitt­woch in Pa­ris mit. Der Köl­ner Ga­le­rist hat­te Penck ent­deckt und En­de der 60er-Jah­re auch erst­mals aus­ge­stellt.

Penck ist mit sei­ner Bild­spra­che aus Strich­männ­chen mit eri­gier­ten Pe­nis­sen, Kreuz­zei­chen, To­ten­köp­fen und bei­ßen­den Hun­den be­kannt ge­wor­den. Ei­ne Zei­chen­kunst, mit der er die da­ma­li­ge Tren­nung Deutsch­lands und die Su­che des In­di­vi­du­ums nach ei­ner frei­en Ge­sell­schaft the­ma­ti­siert. Penck, der ei­gent­lich Ralf Wink­ler hieß und in Dres­den ge­bo­ren wur­de, gilt als be­deu­tends­ter Ge­gen­warts­künst­ler und Va­ter der „Neu­en Wil­den“.

Von 1969 an be­kam er mit dem Si­cher­heits­dienst der DDR zu­neh­mend Pro­ble­me. Im Jahr 1980 wur­de Penck aus der DDR aus­ge­bür­gert und sie­del­te in den Wes­ten über. Nur we­ni­ge Mo­na­te spä­ter mie­te­te der Künst­ler in Pa­ris ein Ate­lier.

Seit März ist in Süd­frank­reich ei­ne Aus­stel­lung mit Wer­ken Pencks zu se­hen. Schon die Ver­nis­sa­ge fand aus ge­sund­heit­li­chen Grün­den oh­ne den Künst­ler statt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.