GEW droht mit Kla­gen zu Leh­rer­ar­beits­zeit

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Nordwest - Von Klaus Wie­sche­mey­er

Die Ge­werk­schaft Er­zie­hung und Wis­sen­schaft (GEW) drängt bei der Lan­des­po­li­tik wei­ter auf ei­ne zeit­li­che Ent­las­tung der Lehr­kräf­te. In den kom­men­den Ta­gen soll ei­ne Kam­pa­gne mit dem Ti­tel „Nach den Da­ten wol­len wir Ta­ten!“star­ten. Die GEW be­zieht sich da­bei auf ei­ne selbst in Auf­trag ge­ge­be­ne Ar­beits­zeit­stu­die, die von zahl­rei­chen un­be­zahl­ten Leh­rerÜber­stun­den aus­geht.

Kul­tus­mi­nis­te­rin Frau­ke Hei­li­gen­stadt (SPD) hat­te im Herbst ei­ne Ar­beits­zeit­kom­mis­si­on ein­ge­setzt, die (auch mit Be­tei­li­gung der GEW) die Leh­rer­ar­beits­zeit ana­ly­sie­ren soll. Dass die­se noch vor der Land­tags­wahl im Ja­nu­ar 2018 zu Er­geb­nis­sen kommt, gilt als un­wahr­schein­lich. Des­we­gen stellt die GEW vor­ab klar, dass sie Ent­las­tun­gen bei Re­gel- und An­rech­nungs­stun­den er­war­tet, for­dert aber noch kei­ne kon­kre­ten Zah­len ein.

Für den Fall, dass der po­li­ti­sche Druck nicht aus­reicht, baut der im Herbst schei­den­de GEW-Chef Eber­hardt Brandt vor­sichts­hal­ber ei­ne Droh­ku­lis­se auf: „Wir be­rei­ten Kla­gen von Lehr­kräf­ten vor, die an un­se­rer Ar­beits­zeit­stu­die teil­ge­nom­men ha­ben“, sagt Brandt. Zu­nächst kön­ne man mit dem Fall ei­ner Schul­lei­te­rin vor Ge­richt zie­hen, da­nach kön­nen wei­te­re fol­gen. Ob und wann ge­klagt wird, lässt Brandt of­fen. Im­mer­hin sei der Zeit­punkt ja hoch­po­li­tisch.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.