Le­ben ret­ten mit Blut

Frei­tag Blut­spen­de­ter­min in Wer­sen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Westfälische Tagespost -

Heute sind die Bür­ger wie­der auf­ge­ru­fen, in der Ge­mein­schafts­haupt­schu­le in Wer­sen Blut zu spen­den. In der Zeit von 16.30 bis 20 Uhr war­ten der DRK-Orts­ver­ein Wer­sen-Büren und der Blut­spen­de­dienst West auf frei­wil­li­ge Lebensretter.

„Blut spen­den kann je­der ab 18 Jah­ren, der sich ge­sund fühlt. Bei der ers­ten Blut­spen­de sei­nes Le­bens soll­te man nicht äl­ter als 67 Jah­re alt sein. Zur Blut­spen­de bit­te im­mer ei­nen amt­li­chen Licht­bild­aus­weis mit­brin­gen“, in­for­miert Ge­schäfts­füh­rer Olaf Wi­en­brack. Män­ner dür­fen sechs­mal und Frau­en vier­mal in­ner­halb von zwölf Mo­na­ten Blut spen­den. Zwi­schen zwei Blut­spen­den müs­sen 56 Ta­ge lie­gen.

Wi­en­brack möch­te be­son­ders den­je­ni­gen Mut ma­chen, die nicht zur Spen­de zu­ge­las­sen wur­den oder Kreis­lauf­pro­ble­me hat­ten. „Je­der kann mal schwä­cheln, ei­nen zu nied­ri­gen HB-Wert ha­ben, oder die Zeit­span­ne nach ei­ner Darm­spie­ge­lung war zu kurz, wich­tig ist, nicht auf­zu­ge­ben und ein­fach wie­der­zu­kom­men.“

Wenn je­mand schon die Er­fah­rung ge­macht hat, dass sein Hä­mo­glo­bin­wert zu nied­rig ist, rät er, nicht so viel Kaf­fee und Tee zu trin­ken, son­dern ei­sen­hal­ti­ge Le­bens­mit­tel wie zum Bei­spiel Fleisch, Ha­sel­nüs­se, Kür­bis­ker­ne oder Pe­ter­si­lie so­wie Vit­amin-C-rei­che Ge­trän­ke, die die Ei­sen­re­sorp­ti­on ver­bes­sern, zu es­sen.

Durch die Kon­trol­le be­stimm­ter Blut­wer­te ha­ben die Blut­spen­der zu­dem ei­ne kos­ten­lo­se Un­ter­su­chung. Falls et­was mit den Wer­ten nicht stimmt, wer­den sie durch den Haus­arzt in­for­miert. Neu wird an die­sem Frei­tag auch et­was sein, denn die Spen­der kön­nen nach der Spen­de selbst ent­schei­den, ob sie an­schlie­ßend auf der Lie­ge noch ei­ne Ru­he­zeit ge­nie­ßen oder gleich zum Im­biss in die Men­sa ge­hen.

Zu we­nig Blut­spen­den

Lei­der wür­den die be­nö­tig­ten Vor­rä­te an Blut­kon­ser­ven wie im ver­gan­ge­nen Jahr schon wie­der dra­ma­tisch sin­ken. Durch die Kar­ne­val­sund Grip­pe­zeit fiel die Zahl der Blut­spen­den qua­si in den Kel­ler. „Be­stimm­te Blut­grup­pen, wie al­le Rhe­sus ne­ga­ti­ven und die Blut­grup­pe 0, kön­nen täg­lich nicht mehr in den be­nö­tig­ten Men­gen an die Kran­ken­häu­ser ab­ge­ge­ben wer­den“, in­for­miert der Blut­spen­de­dienst.

„Täg­lich sind wir auf rund 3500 Blut­kon­ser­ven zur Ver­sor­gung der Pa­ti­en­ten in den Kli­ni­ken an­ge­wie­sen. Seit ei­ni­gen Wo­chen feh­len uns aber je­den Tag bis zu 20 Pro­zent zur Be­darfs­de­ckung“, be­tont Ste­phan Da­vid Küp­per, Pres­se­spre­cher des DRK-Blut­spen­de­diens­tes West. Ne­ben Un­fall­op­fern oder Herz-Kreis­lauf-Pa­ti­en­ten sind vor al­lem Krebs­pa­ti­en­ten auf Blut­prä­pa­ra­te an­ge­wie­sen. Mit ei­ner ein­zi­gen Blut­spen­de kön­ne bis zu drei schwer kran­ken oder ver­letz­ten Men­schen ge­hol­fen wer­den.

Die­ter Ol­fert ist seit Ja­nu­ar im ak­ti­ven DRK-Team. Er hängt die zehn Ban­ner in Ha­len, Büren, Wer­sen und Al­tLot­te auf und ab und ent­las­tet da­mit das üb­ri­ge Team, das heute wie­der al­les für ei­ne er­folg­rei­che Blut­spen­de vor­be­rei­tet, die Spen­der be­treut, ver­kös­tigt und als Dan­ke­schön ei­ne LED-Ar­beits­leuch­te mit Be­fes­ti­gungs­C­lip und Ma­gnet an die Blut­spen­der ver­teilt.

Ein biss­chen Sta­tis­tik: 2016 ka­men zum ers­ten Spen­de­ter­min des Jah­res vier Erst- und 79 Ge­samt­s­pen­der, zum 2. Ter­min fünf Erst­spen­der und 101 Ge­samt­s­pen­der. Beim ers­ten Blut­spen­de­ter­min in die­sem Jahr er­schie­nen sechs Erst- und 96 Ge­samt­s­pen­der.

Mehr Nach­rich­ten le­sen Sie im In­ter­net auf www.noz.de/lot­te

Fo­to: Er­na Berg

Un­ter­stützt den DRK-Orts­ver­ein: Die­ter Ol­fert wirbt mit Ban­nern für die Blut­spen­de.

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