Wel­ling­ton ist die bes­te Haupt­stadt

Deut­sche Bank tes­tet Groß­städ­te – Neu­see­lands Me­tro­po­le glänzt mit Le­bens­qua­li­tät

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Gut Zu Wissen - Von Bar­ba­ra Bark­hau­sen

In Wel­ling­ton lebt es sich am bes­ten. In ei­nem ak­tu­el­len Be­richt der Deut­schen Bank schafft es Neu­see­lands Haupt­stadt auf den ers­ten Platz. Wi­en und Zü­rich lan­de­ten auf dem drit­ten und fünf­ten Platz. Ber­lin kommt im­mer­hin auf Platz elf.

SYD­NEY. Bis­her stand Wel­ling­ton stets im Schat­ten der gro­ßen Schwes­ter Auck­land. Doch ein Be­richt der Deut­schen Bank nennt Neu­see­lands Haupt­stadt an ers­ter Stel­le, wenn es um Le­bens­qua­li­tät geht. Die schot­ti­sche Haupt­stadt Edin­burgh und Ös­ter­reichs Haupt­stadt Wi­en fol­gen an zwei­ter und drit­ter Stel­le. Ber­lin schafft es im­mer­hin auf Platz elf.

Der Be­richt, der in ers­ter Li­nie Prei­se welt­weit ver­gleicht, er­scheint be­reits zum sechs­ten Mal, be­wer­tet aber zum ers­ten Mal auch die Le­bens­qua­li­tät der Städ­te. Letz­te­re sei das sub­jek­tivs­te Maß im Be­richt, ge­stan­den die Au­to­ren des Be­richts ein und pro­phe­zei­ten De­bat­ten über das Er­geb­nis.

Sub­jek­ti­ve Mei­nun­gen bei­sei­te­ge­las­sen, schnitt Wel­ling­ton aus den ins­ge­samt 47 Städ­ten, die die Bank ver­glich, je­doch in ei­ner Rei­he von Ka­te­go­ri­en her­vor­ra­gend ab. Neu­see­lands Haupt­stadt glänz­te mit ge­rin­ger Um­welt­ver­schmut­zung, ad­äqua­ten Haus­prei­sen und ei­ner ge­rin­gen

Ver­bre­chens­ra­te. Aber auch Kauf­kraft, Ge­sund­heits­sys­tem, Le­bens­hal­tungs­kos­ten, Ar­beits­weg und Kli­ma ka­ta­pul­tier­ten die Stadt, die sich idyl­lisch auf Hü­geln ans Meer an­schmiegt, auf der Lis­te nach oben.

Ei­ni­ge der gro­ßen Städ­te wie To­kio (Platz 27), New York (Platz 28), Pa­ris (Platz 30), Schang­hai (Platz 37) und Mum­bai (Platz 45) schnit­ten bei­spiels­wei­se auf­grund ho­her Le­bens­hal­tungs­kos­ten,

ei­ner ho­hen Ver­bre­chens­ra­te, Um­welt­ver­schmut­zung und lan­ger Fahr­zei­ten schlecht ab, auch wenn vor al­lem der letz­te Aspekt in ge­wis­ser Wei­se eben­falls sub­jek­tiv sei, wie die Au­to­ren ge­stan­den. Denn: „Was für ei­nen ei­ne lan­ge Fahr­zeit zur Ar­beit ist, ist für je­man­den an­de­ren die Chan­ce, Net­flix an­zu­schau­en“, schrie­ben sie.

Zü­rich er­wies sich als die teu­ers­te Stadt im Ver­gleich, hier wer­den aber auch die

höchs­ten Ge­häl­ter ge­zahlt. „Un­ser Rat für die in Zü­rich ist, ent­we­der jung zu hei­ra­ten oder ih­re Blind Da­tes sorg­fäl­tig aus­zu­su­chen“, schrie­ben die Au­to­ren.

Der Be­richt zeigt zu­dem, wie sich die Welt in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ver­än­dert hat: So ist Lon­don seit dem Br­ex­it in et­li­chen Be­rei­chen deut­lich ab­ge­rutscht – und lan­de­te an­statt un­ter den ers­ten zehn Städ­ten in­zwi­schen nur noch auf Platz 33.

In ei­nem Be­reich schnei­det üb­ri­gens auch Wel­ling­ton al­les an­de­re als gut ab, und das ist bei den „schlech­ten An­ge­wohn­hei­ten“. Denn Zi­ga­ret­ten und Al­ko­hol sind in Neu­see­land al­les an­de­re als bil­lig. Für man­che mag dies je­doch auch ein Plus­punkt für die Stadt sein.

Idyl­lisch: In Neu­see­lands Haupt­stadt Wel­ling­ton lässt es sich gut aus­hal­ten. Fo­to: imago/image­bro­ker

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