Tief­grün­dig

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Medien / Fernsehen - Von An­na­le­na Klein

Sam Coo­ke – Le­ben und Tod ei­nes Soul­stars 21.45 Uhr

Das tra­gi­sche En­de des Soul­sän­gers Sam Coo­ke ist kaum be­kannt. Sei­ne Lei­che wur­de in der Nacht des 11. De­zem­ber 1964 in ei­nem schä­bi­gen Mo­tel in Los An­ge­les ge­fun­den. Halb nackt, an­geb­lich von der Mo­tel­ma­na­ge­rin aus Not­wehr er­schos­sen und mit ei­nem Be­sen­stiel ver­prü­gelt. Wie konn­te das Le­ben des strah­len­den Soul­stars so en­den?

Ar­te zeigt mit dem Do­ku­men­tar­film „Sam Coo­ke – Tod ei­nes Soul­stars“von Da­vid Czar­netz­ki ei­nen Film, der zwar die Schuld­fra­ge nicht be­ant­wor­ten kann, aber Zeit­zeu­gen, Fa­mi­li­en­mit­glie­der, Ge­richts­me­di­zi­ner und Fak­ten spre­chen lässt.

Der Film ver­liert sich et­was in der Er­klä­rung des Zeit­geis­tes der 1960er-Jah­re. Aber um Coo­kes Wir­ken zu ver­ste­hen, ist dies nö­tig, ist er doch mit Mu­ham­mad Ali und Mar­tin Lu­ther King jr. ei­ne Art Hei­li­ge Drei­fal­tig­keit der da­ma­li­gen schwar­zen Kul­tur. Dar­über hin­aus war Sam Coo­ke Ge­schäfts­mann und La­belChef – der ganz of­fen­sicht­lich an die fal­schen Leute ge­ra­ten ist.

Die Lü­cken in den letz­ten St­un­den Cooks kann die Do­ku nicht schlie­ßen. Den­noch zeigt sie ei­nen tief­grün­di­gen Ein­blick in sein Le­ben und die Welt der da­ma­li­gen Mu­sik­in­dus­trie. Gran­dio­ser Sound­track in­klu­si­ve.

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