Deutsch­land war da­mals nicht fins­ter

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Dialog -

Zum Le­ser­brief von Hein­zGün­ter Höt­zel „Fins­te­re Zei­ten“(Aus­ga­be vom 3. Mai) mit Be­zug auf die Be­richt­er­stat­tung über den AfD-Par­tei­tag, u. a. zum Ar­ti­kel „Der Hand­kuss des Al­ten“(Aus­ga­be vom 24. April).

„Ich bin un­ge­fähr in dem Al­ter von Herrn Gau­land und kann sa­gen, das Deutsch­land, das er mein­te, war be­stimmt nicht das vor 1945. Aber weil das wie­der je­mand von der AfD ge­sagt hat, be­kommt es wie­der die Be­deu­tung, die man hö­ren will. Das Deutsch­land nach 1945 ha­be ich in al­len Hö­hen und Tie­fen er­lebt und bin froh dar­über, ein re­la­tiv schö­nes Le­ben ge­habt zu ha­ben. Was war denn fins­ter da­mals? Es war im­mer ein Sil­ber­streif am Ho­ri­zont.

Zu der Aus­sa­ge von Herrn Gau­land passt im Mo­ment ge­nau die Leit­kul­tur, die un­ser In­nen­mi­nis­ter de Mai­ziè­re in den letz­ten Ta­gen her­aus­ge­ge­ben hat. Wol­len wir denn al­les auf­ge­ben? Man fasst sich manch­mal an den Kopf und fragt sich, wo das en­den wird.“

Gün­ther Möl­ler Spelle

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