„Herr Lo­renz von der Po­li­zei“

Bel­mer geht um ein Haar ei­nem Be­trü­ger auf den Leim

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück -

Die Po­li­zei warnt noch­mals vor An­ru­fen, bei de­nen sich Kri­mi­nel­le am Te­le­fon als Po­li­zei­be­am­te, Staats­an­wäl­te oder Rich­ter aus­ge­ben. Da­bei las­sen sie durch tech­ni­sche Tricks die Ruf­num­mern von tat­säch­lich exis­tie­ren­den Di­enst­stel­len im Dis­play des An­ge­ru­fe­nen er­schei­nen (so­ge­nann­tes „Call-ID-Spoo­fing“).

In den Abend­stun­den des Mitt­wochs kam es den An­ga­ben der Be­am­ten zu­fol­ge in Belm zu ei­nem sol­chen An­ruf. Auf dem Te­le­fon er­schien die Num­mer der ört­li­chen Po­li­zei. Der An­ru­fer gab sich als „Herr Lo­renz von der Po­li­zei“aus und er­klär­te, dass zwei Ein­bre­cher fest­ge­nom­men wor­den sei­en, die ei­nen Zet­tel mit der An­schrift des An­ge­ru­fe­nen da­bei ge­habt hät­ten. Laut „Herrn Lo­renz“ge­be es bei der Haus­bank des An­ge­ru­fe­nen of­fen­bar ei­nen „Maul­wurf“, der Ein­bre­cher auf ver­mö­gen­de Kun­den hin­wei­se. Um die­sen zu ent­tar­nen, sol­le er sein Bar­ver­mö­gen ab­he­ben. Für den Fall ei­ner Nach­fra­ge sei­tens der Bank sol­le er sich ei­nen Vor­wand aus­den­ken, war­um er so viel Geld ab­he­ben wol­le. Auf kei­nen Fall sol­le er mit ir­gend­je­man­dem über den An­ruf spre­chen. Der An­ge­ru­fe­ne be­gab sich dar­auf­hin tat­säch­lich zur Bank. Die dor­ti­gen An­ge­stell­ten wur­den aber stut­zig und rie­fen die Po­li­zei. Der Mann kam dank ih­rer Vor­sicht letzt­lich mit dem Schre­cken da­von.

Die Be­am­ten ra­ten, sich bei an­geb­li­chen An­ru­fen von der Po­li­zei oder ei­ner an­de­ren Di­enst­stel­le durch ei­nen Rückruf ab­zu­si­chern. Au­ßer­dem soll­ten nie­mals sen­si­ble Da­ten her­aus­ge­ge­ben wer­den, erst recht kei­ne Kon­to­und PIN-Num­mern.

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