Mo­ti­ve aus der Me­di­en­welt

Aus­stel­lung „Pop-Up“in der Stu­dio­ga­le­rie der Heil­päd­ago­gi­schen Hil­fe Os­na­brück

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Kultur Regional - le­sen Sie auf noz.de/kul­tur-re­gio­nal

Es sind die Mus­ter, die bei­de fas­zi­nie­ren: Kers­tin Bath­ke und Ma­ri­on Tisch­ler. Die Ar­bei­ten der bei­den Künst­le­rin­nen wer­den maß­geb­lich von Mus­tern ge­prägt, wenn auch auf un­ter­schied­li­che Art und Wei­se.

So sind bei Bath­ke die Hin­ter­grün­de gra­fisch ge­stal­tet, auf die sie Por­träts oder Mo­ti­ve aus der Kon­sum- und Me­di­en­welt malt oder zeich­net. Tisch­ler da­ge­gen sucht sich Mo­ti­ve aus den Me­di­en, schnei­det sie, re­du­ziert, ko­piert, über­malt und la­ckiert sie. Es ent­ste­hen Bil­der mit Loch­mas­ken, Zaun­frag­men­ten und For­men, die wie Vi­ren durch ei­ne Blut­bahn schie­ßen oder als mo­le­ku­la­re Zel­len zum Ras­ter wer­den.

„Pop-Up“ist das Mot­to der Aus­stel­lung in der Stu­dio­ga­le­rie der Heil­päd­ago­gi­schen Hil­fe in Sutt­hau­sen. Seit mehr als zehn Jah­ren ar­bei­tet Chris­toph Sei­del dort in sei­nem „Kunst­con­tai­ner“. Das ist ein Ort, an dem Men­schen mit den un­ter­schied­lichs­ten Be­hin­de­run­gen künst­le­risch tä­tig wer­den. Wie zum Bei­spiel Kers­tin Bath­ke. Schon seit vie­len Jah­ren ist sie im „Kunst­con­tai­ner“-Team. Jetzt hat sie ei­ne gro­ße Plas­tik­fi­gur mit zur Aus­stel­lungs­er­öff­nung ge­bracht. „Das ist Ra­pha­el, ein Nin­ja Turt­le“, sagt sie und be­schreibt, wie die Fi­gur für sie zum Mo­dell für ein Bild wur­de.

An­ge­fan­gen hat­te ih­re Fas­zi­na­ti­on für Ma­le­rei, als sie ih­re Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen in der Werk­statt Sutt­hau­sen por­trä­tier­te: auf pe­ni­bel ge­stal­te­ten Hin­ter­grün­den. Spä­ter er­wei­ter­te sie ih­re Mo­tiv­aus­wahl mit Fi­gu­ren aus Fil­men, TV-Se­ri­en und Com­pu­ter­spie­len. Be­son­ders ge­lun­gen ist Bath­ke die künst­le­ri­sche In­ter­pre­ta­ti­on des Buch­co­vers zu „Nett­sein ist auch kei­ne Lö­sung“von Ha­rald Mar­ten­stein: Die dar­auf ab­ge­bil­de­te Kat­ze mit Hit­ler­bart be­am­te sie auf ein fein ge­punk­te­tes Ras­ter­feld. Na­he­zu abs­trakt sind da­ge­gen die Bil­der von Tisch­ler, ei­ner Os­na­brü­cker Künst­le­rin, die Sei­del zur ge­mein­sa­men Aus­stel­lung ein­ge­la­den hat, weil bei­de ih­ren Bild­fun­dus aus Vor­la­gen der Pop­kul­tur ge­win­nen. Die Er­öff­nung der Aus­stel­lung durch Micha­el Kempf, Pro­ku­rist der Os­na­brü­cker Werk­stät­ten, wur­de mit Mu­sik der Band Tak­ka­ti­na auf­ge­peppt. „Pop-Up“. Zeichnung und Ma­le­rei von Kers­tin Bath­ke und Ma­ri­on Tisch­ler. Stu­dio­ga­le­rie der Heil­päd­ago­gi­schen Hil­fe Os­na­brück (In­dus­trie­stra­ße 17, Sutt­hau­sen): bis 24. Sep­tem­ber, Mo.–Fr. von 8 bis 16 Uhr. Mehr Aus­stel­lungs­kri­ti­ken

Von Mus­tern fas­zi­niert sind Ma­ri­on Tisch­ler (links) und Kers­tin Bath­ke. Foto: El­vi­ra Par­ton

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