„Milcht­rin­ker ster­ben frü­her“

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Einblicke -

Milch soll Über­ge­wicht er­hö­hen und krank ma­chen. Ei­ne schwe­di­sche Stu­die kam so­gar zu dem Schluss, dass Milcht­rin­ker frü­her ster­ben. Al­ler­dings konn­ten sie nicht be­le­gen, dass es der Milch­kon­sum war, der die To­des­ra­te er­höh­te. Milch ent­hält grund­sätz­lich ge­sund­heits­för­dern­de In­halts­stof­fe. Wie bei al­len Le­bens­mit­teln gilt es, das rich­ti­ge Maß zu fin­den. Zu viel Milch kann sich ne­ga­tiv aus­wir­ken. Die Deut­sche Ge­sell­schaft für Er­näh­rung (DGE) emp­fiehlt täg­lich 200 bis 250 g Mil­cher­zeug­nis­se, au­ßer Kä­se und Quark, zu sich zu neh­men. Laut dem Bun­des­er­näh­rungs­mi­nis­te­ri­um ist Milch reich an Ei­weiß, was ein wich­ti­ger Baustein für En­zy­me und Mus­keln ist. Der Milch­zu­cker, die Lak­to­se, lie­fert Ener­gie. Zu­dem ent­hält Milch die Vit­ami­ne A,D, E, K, B1, B2, B12 und Fol­säu­re so­wie die Mi­ne­ral­stof­fe Ma­g­ne­si­um, Jod, Zink und Kal­zi­um. Letz­te­rer ist wich­tig für Zäh­ne und Kno­chen. Vor al­lem Her­an­wach­sen­de im Al­ter von 13 bis 18 Jah­ren soll­ten laut der DGE 1200 mg Kal­zi­um täg­lich zu sich neh­men. Er­wach­se­ne 1000 mg täg­lich. Da­bei sind Milch und Milch­pro­duk­te au­ßer Quark un­be­strit­ten die wich­tigs­te Kal­zi­um­quel­le. Ein Vier­tel­li­ter Milch und zwei Schei­ben Em­men­ta­ler Kä­se (50 bis 60 g) de­cken laut DGE den Kal­zi­um-Ta­ges­be­darf ei­nes Er­wach­se­nen. Äl­te­re Men­schen soll­ten zu fett­ar­men Milch­pro­duk­ten grei­fen, rät das Er­näh­rungs­mi­nis­te­ri­um. Denn je äl­ter der Mensch, des­to we­ni­ger Ener­gie­lie­fe­ran­ten be­nö­tigt er. Wer ei­ne Lak­to­se-Un­ver­träg­lich­keit hat, kann sei­nen Mi­ne­ral­stoff­be­darf mit lak­to­se­frei­en Milch­pro­duk­ten de­cken. lod

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