Neu­es Al­fa-Tier im SUV-Re­vier

Mit dem Stel­vio will Al­fa Ro­meo wil­dern

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Kfzwelt -

Im Grun­de ge­nom­men ist es nur ein wei­te­res SUV, das Al­fa Ro­meo mit dem Stel­vio auf den Markt rollt. Für die Ita­lie­ner je­doch ist es der ers­te Ge­län­de­wa­gen in ih­rer mehr als 100-jäh­ri­gen Ge­schich­te – der nicht we­ni­ger als das Über­le­ben der Mar­ke si­chern soll.

Von Frank Wald FRANK­FURT.

Op­tisch und tech­nisch ba­siert der Kon­kur­rent von BMW X4 oder Mer­ce­des GLC Cou­pé auf der neu­en Li­mou­si­ne Gi­u­lia und dient zu­gleich als Er­satz für des­sen ge­stri­che­nen Kom­bi. Die Ähn­lich­keit steht dem ers­ten Al­fa-SUV ins Ge­sicht ge­schrie­ben. Die­sel­be Front mit dem tra­di­tio­nel­len Scu­det­to-Grill und lau­ern­den Ad­ler­au­gen-Schein­wer­fern, schma­len Sei­ten­fens­tern und cou­péar­tig ab­fal­len­dem Heck. Ein ähn­li­ches Bild im In­nen­raum, wo kon­tu­rier­te, auf Fi­gur ge­schnit­te­ne Sit­ze ei­nen gu­ten Sei­ten­halt ge­ben. Trotz der ge­duck­ten Dach­li­nie fin­den so­gar hin­ten grö­ße­re Per­so­nen Platz, wenn es auch durch den brei­ten Mit­tel­tun­nel nicht mehr als zwei sein soll­ten. Der Kof­fer­raum fasst da­für or­dent­li­che 525 Li­ter. Pas­send zum sport­li­chen An­spruch se­hen Cock­pit und Ar­ma­tu­ren, eben­falls aus der Gi­u­lia be­kannt, auch im Stel­vio gut aus.

Wenn Al­fa drauf steht, muss auch Fahr­spaß drin sein. Leicht­bau­maß­nah­men wie Hau­be, Kot­flü­gel, Tü­ren aus Alu­mi­ni­um und so­gar ei­ne An­triebs­wel­le aus Koh­le­fa­ser ma­chen das rund 1,7-Ton­nen-SUV ver­gleichs­wei­se leicht und sor­gen für ei­ne sport­wa­gen­ty­pi­sche 50:50Ge­wichts­ba­lan­ce zwi­schen den Ach­sen. Kom­bi­niert mit fein­füh­lig ab­ge­stimm­ten Dämp­fern, der prä­zi­sen Len­kung und zu­pa­cken­den Brem­sen macht der Wa­gen, der nach ei­ner der kur­vigs­ten Pass­stra­ße (Stilfser Joch) in den ita­lie­ni­schen Al­pen be­nannt ist, sei­nem Na­men al­le Eh­re. Kaum ein SUV geht so flott ums Eck wie das ers­te SUV der Mai­län­der Mar­ke.

Vor­erst gibt es den Stel­vio nur mit je zwei Ben­zin- und Die­sel-Vier­zy­lin­der mit Leis­tun­gen von 180 PS bis 280 PS. Ein­stiegmo­tor ist ein 2,2-Li­ter Die­sel, das als ein­zi­ges nur mit Hin­ter­rad­an­trieb zu ha­ben ist. Al­le an­de­ren Trieb­wer­ke ver­tei­len se­ri­en­mä­ßig ih­re Kraft au­to­ma­tisch und je nach Be­darf auf bei­de Ach­sen. Bei den Selbst­zün­dern ist das ei­ne wei­te­re 2,2-Li­terVa­ri­an­te mit 210 PS, bei den Ben­zi­nern ein Zwei­li­ter-Tur­bo mit 280 PS, dem spä­ter noch ei­ne klei­ne­re Ver­si­on mit 200 PS fol­gen soll. Al­le Mo­to­ren sind ab Werk mit ei­ner Acht­gang­au­to­ma­tik von ZF ge­kop­pelt, die schnell und un­merk­lich die Gän­ge wech­selt. Für zu­sätz­li­chen Schub sorgt der drei­stu­fi­ge DNAFahr­dy­na­mik­schal­ter, des­sen Dy­na­mic-Stel­lung sämt­li­che Ag­gre­ga­te wun­der­bar am Gas hän­gen lässt.

Selbst die Die­sel ge­hen da­mit noch et­was flot­ter von der Ros­te. Schon die Ba­sis­ver­si­on schnellt da­mit in 7,6 Se­kun­den auf 100 km/h, die stär­ke­re Ver­si­on ist so­gar noch ei­ne Se­kun­de frü­her auf Land­stra­ßen­tem­po. Und bleibt da­bei den­noch auf­fal­lend lei­se und spar­sam. Bes­ten­falls 4,7 Li­ter nach Norm hat­te Al­fa im La­bor er­mit­telt, un­ser Bord­com­pu­ter da­ge­gen 6,8 Li­ter – im­mer noch ein gu­ter Wert nach 120 Ki­lo­me­tern Berg- und Tal­fahrt.

Die Prei­se star­ten ab 42 200 Eu­ro für den Ba­sis­ben­zi­ner mit 200 PS, in­klu­si­ve All­rad­an­trieb und Acht­gang­au­to­ma­tik so­wie ei­ni­gen Net­tig­kei­ten wie elek­tri­scher Heck­klap­pe, Re­gen­und Licht­sen­so­ren und 17Zoll-Leicht­me­tall­fel­gen. Al­ler­dings kommt die Ver­si­on erst im Lau­fe des Jah­res. Ak­tu­ell be­ginnt die Stel­vio-Mo­dell­rei­he mit dem 180-PSDie­sel ab 44050 Eu­ro, oh­ne All­rad­an­trieb, da­für in ei­ner bes­se­ren Aus­stat­tung mit Teil­le­der-Sit­zen und 18-Zol­lAl­u­fel­gen.

Wo Al­fa drauf­steht, ist Sport drin – auch im Stel­vio, dem ers­ten SUV-Mo­dell der Ita­lie­ner. Foto: Al­fa Ro­meo

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