Be­dräng­te NRW-Grü­ne wol­len ihr Pro­fil schär­fen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik - Von Lothar Schma­len

Die nord­rhein­west­fä­li­schen Grü­nen ha­ben sich am Sonn­tag auf ei­ner kurz­fris­tig ein­be­ru­fe­nen Sit­zung des Lan­des­par­tei­rats, klei­ner Par­tei­tag ge­nannt, ge­gen­sei­tig Mut ge­macht. Sie wol­len ent­ge­gen al­len Um­fra­ge­wer­ten in den letz­ten Ta­gen vor der NRW-Land­tags­wahl noch ein­mal rich­tig kämp­fen, um doch noch ein gu­tes Er­geb­nis zu er­zie­len.

Wich­tigs­te Bot­schaft ist die Ab­sa­ge an ei­ne Zu­sam­men­ar­beit mit CDU und FDP und die Rück­kehr zu ei­nem kla­ren Be­kennt­nis zu Ro­tG­rün – ob­wohl die Par­tei mit Kri­tik an den So­zi­al­de­mo­kra­ten nicht spar­te. Of­fen­bar wa­ren die Grü­nen nach schwa­chen Um­fra­ge­wer­ten zu dem Er­geb­nis ge­kom­men, dass ih­nen die Öff­nung hin zu Schwarz-Grün oder gar ei­nem „Ja­mai­ka-Bünd­nis“mit CDU und FDP eher ge­scha­det als ge­nutzt hat.

Ent­spre­chend deut­lich po­si­tio­nier­te sich Spit­zen­kan­di­da­tin Syl­via Löhr­mann ge­gen die CDU und ih­ren Top­mann Armin La­schet. An­ders als bei La­schet ha­be es im Team des CDU-Spit­zen­kan­di­da­ten von 2012, Norbert Rött­gen, noch en­er­gie­po­li­ti­sche Kom­pe­tenz ge­ge­ben. Und die FDP ste­he für Stu­di­en­ge­büh­ren, „Privat vor Staat“und das En­de der So­li­da­ri­tät.

„Die­ser Po­li­tik wer­den wir nicht zur Macht ver­hel­fen“, for­mu­lier­te ein Be­schluss des klei­nen Par­tei­tags die Ab­sa­ge an ein vor al­lem von La­schet im­mer wie­der ins Spiel ge­brach­tes „ Ja­mai­ka-Bünd­nis“. Grü­nen-Um­welt­mi­nis­ter Jo­han­nes Rem­mel for­mu­lier­te die neue La­ger-Stra­te­gie: „Am 14. Mai geht es dar­um: die oder wir, El­len­bo­gen oder Ge­mein­sam­keit, Ent­fes­se­lung oder Kli­ma­schutz.“

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