Kopf an Kopf

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Nordwest - Von Klaus Wie­sche­mey­er k.wie­sche­mey­er@noz.de

Die neue For­sa-Um­fra­ge, nach der die SPD zur stärks­ten Kraft im Land auf­steigt, ist mit Vor­sicht zu ge­nie­ßen. Die Schwan­kungs­brei­ten sind groß und die Halt­bar­keit der Zah­len ge­ring. Denn mit Schles­wi­gHol­stein, Nord­rhein-West­fa­len und vor al­lem mit der Bun­des­tags­wahl im Sep­tem­ber än­dern sich auch die Vor­zei­chen für die nie­der­säch­si­sche Land­tags­wahl im Ja­nu­ar kom­plett.

Gleich­wohl zeigt die Um­fra­ge ei­nen Trend: CDU und SPD lie­fern sich acht Mo­na­te vor der Ab­stim­mung ein Kopf-an-Kopf-Ren­nen oh­ne kla­ren Sie­ger. Jen­seits der un­ge­lieb­ten Gro­ßen Ko­ali­ti­on gibt es der­zeit kei­ne Kon­stel­la­ti­on, die ei­ne kom­for­ta­ble Mehr­heit im Land ver­heißt. Das liegt vor al­lem an den klei­nen Par­tei­en: Die Nie­der­sach­sen-Grü­nen ha­ben im Sog des bun­des­wei­ten Ab­wärts­stru­dels seit der letz­ten Um­fra­ge um ein Drit­tel auf acht Pro­zent ab­ge­baut. FDP, Lin­ke und AfD lie­gen al­le­samt in Sicht­wei­te der Fünf-Pro­zent-Hür­de. Mehr­hei­ten in­ner­halb an­ge­stamm­ter Ko­ali­ti­ons­kon­stel­la­tio­nen wer­den da­mit auch in Nie­der­sach­sen un­wahr­schein­li­cher. Gut mög­lich, dass die Bun­des­tags­wahl dies al­les än­dert. Wahr­schein­li­cher aber ist, dass es auch da­nach in Nie­der­sach­sen knapp bleibt. Für die Par­tei­en be­deu­tet das, sich schon jetzt im Land in Po­si­ti­on zu brin­gen und um je­de Stim­me zu kämp­fen. Denn nach der Bun­des­tags­wahl bleibt da­für kaum Zeit.

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