Lang­wei­lig? Von we­gen!

Über­ra­schun­gen zum Play­offs­tart: Bam­berg und Ulm ver­lie­ren

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport -

Von we­gen lang­wei­lig. Die Bas­ket­bal­lPlay­offs ha­ben mit zwei völ­lig un­er­war­te­ten Knall­ef­fek­ten be­gon­nen. Zu­nächst patz­te am Sams­tag Ti­tel­ver­tei­di­ger Bro­se Bam­berg da­heim mit 92:93 ge­gen die Te­le­kom Bas­kets Bonn. We­nig spä­ter muss­te sich der Haupt­run­den-Ers­te ra­tio­pharm Ulm vor ei­ge­nem Pu­bli­kum den MHP Rie­sen Lud­wigs­burg mit 93:96 nach Ver­län­ge­rung ge­schla­gen ge­ben.

Von den Favoriten wur­de nur der FC Bay­ern sei­ner Rol­le ge­recht. Die Münch­ner de­klas­sier­ten Al­ba Ber­lin mit 95:68 und mach­ten ei­nen ers­ten Schritt in Rich­tung Vier­tel­fi­na­le, für das drei Sie­ge nö­tig sind. Am Frei­tag­abend hat­ten die EWE Bas­kets Ol­den­burg die K.-o.-Run­de der Bun­des­li­ga mit ei­nem un­er­war­te­ten Aus­wärts­sieg in Bay­reuth er­öff­net.

Na­tio­nal­spie­ler und NBAKan­di­dat Da­ni­el Theis un­ter­lief in der Schluss­se­kun­de der ent­schei­den­de Feh­ler auf Bam­ber­ger Sei­te. Nach ei­nem traum­haf­ten Zu­spiel des fran­zö­si­schen Po­int Guards Fa­bi­en Cau­seur glitt Theis der Ball durch die Hän­de, wo­mit die klei­ne Sen­sa­ti­on per­fekt war. In den kom­plet­ten Play­offs der ver­gan­ge­nen Sai­son hat­ten die Fran­ken kein ein­zi­ges Heim­spiel ver­lo­ren.

„Wir müs­sen nun ana­ly­sie­ren, an was die heu­ti­ge Nie­der­la­ge genau ge­le­gen hat, und uns wie­der zu ei­nem star­ken Team zu­sam­men­fin­den“, sag­te Bam­bergs ita­lie­ni­scher St­ar­coach Andrea Mit ver­ein­ter Kraft: Trin­chie­ri. Sein Lands­mann Ni­co­lo Mel­li, mit 21 Punk­ten bes­ter Bam­ber­ger Wer­fer, hat­te die Ur­sa­chen schnell aus­ge­macht. „Wir müs­sen uns in der Ver­tei­di­gung stei­gern, dann ma­che ich mir kei­ne gro­ßen Sor­gen“, sag­te Mel­li be­tont ge­las­sen.

In Neu-Ulm war ei­gent­lich al­les für ei­ne per­fek­te Play­off-Par­ty ge­ge­ben. Vor der Par­tie wur­de Ulms Ray­mar Mor­gen zum wert­volls­ten Spie­ler der Sai­son ge­kürt, zu­dem ga­ben die Schwa­ben die Ver­län­ge­rung des der­zeit ver­letz­ten Cen­ters Tim Ohl­brecht bis 2020 be­kannt. Doch der per­fek­te Ab­schluss des Tages blieb dem Vi­ze­meis­ter ver­wehrt – weil aus­ge­rech­net ein Ex-Ul­mer das Team von Trai­ner Thors­ten Lei­ben­ath in der Ver­län­ge­rung bis ins Mark traf.

Ro­de­rick Tri­ce sorg­te mit sei­nem Drei­er in der Schluss­se­kun­de für den über­ra­schen­den Sieg der Lud­wigs­bur­ger, die sich ein Du­ell mit Ulm so sehr ge­wünscht hat­ten. Zwei­mal hat­ten sie die­se Sai­son schon den Haupt­run­den­ers­ten be­zwun­gen – ein­mal da­von im Po­kal. Zum Haupt­run­den-Ab­schluss in Ber­lin hat­ten sich die Rie­sen des­halb kaum ge­gen ei­ne Nie­der­la­ge ge­wehrt. Ei­ne um­strit­te­ne Tak­tik, die auf­ging. „Wir hat­ten ei­nen Sah­ne­tag von drau­ßen, ganz be­son­ders Ro­cky Tri­ce bei sei­ner Heim­kehr nach Ulm“, sag­te Rie­senCoach John Patrick an­ge­sichts von 14 ge­trof­fe­nen Drei­punkt-Wür­fen sei­nes Teams.

Ge­warnt durch die Nie­der­la­gen der Favoriten zu­vor, leis­te­ten sich die Bay­ern ge­gen Al­ba Ber­lin am Sams­tag­abend kei­nen Aus­rut­scher. Dank ei­nes 31:8 im zwei­ten Vier­tel war die Par­tie be­reits zur Pau­se ent­schie­den.

Chad Top­pert und Jo­han­nes Thie­mann hin­dern Ulms Ray­mar Mor­gen am Korb. Fo­to: im­a­go/Bau­mann

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