Bau­för­de­rung für Sport­ver­ei­ne

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport Regional -

Für Bau­maß­nah­men im Jahr 2017 er­hal­ten Ver­ei­ne aus Stadt und Land­kreis Os­na­brück mehr als 350 000 Eu­ro För­de­rung vom Lan­des­sport­bund (LSB).

Von Jo­han­nes Kapitza

Der Kreis­sport­bund (KSB) Os­na­brückLand schüt­tet im Be­wil­li­gungs­zeit­raum 2017 ex­akt 234562 Eu­ro an Lan­des­mit­teln an Ver­ei­ne aus. Hin­zu kom­men 32 850 Eu­ro des LSB für ei­ne Be­stands­ent­wick­lungs­maß­nah­me in Wel­ling­holz­hau­sen, so­dass die ins­ge­samt 13 sport­li­chen Bau­stel­len im Land­kreis mit 267412 Eu­ro an Lan­des­mit­teln un­ter­stützt wer­den. In der Stadt Os­na­brück gibt es für elf Bau­pro­jek­te von zehn Ver­ei­nen ein Bud­get von 85 727,76 Eu­ro.

Das Ge­samt­vo­lu­men al­ler Bau­ar­bei­ten liegt bei mehr als ei­ner Mil­li­on Eu­ro. Ma­xi­mal 30 Pro­zent der ge­sam­ten „för­der­fä­hi­gen Aus­ga­ben“gibt es aus dem Topf des Lan­des­sport­bun­des für Er­hal­tungs­maß­nah­men, die so­ge­nann­te Be­stands­si­che­rung. Beim Kreis­sport­bund sind kei­ne Wün­sche of­fen­ge­blie­ben. „Wie in den letz­ten Jah­ren konn­ten wir die Sport­stät­ten­bau­an­trä­ge un­se­rer Ver­ei­ne op­ti­mal be­die­nen“, sagt Ge­schäfts­füh­rer Kers­ten Wick. Er sieht ne­ben der fi­nan­zi­el­len Hil­fe auch „ein sehr wich­ti­ges Si­gnal an das Eh­ren­amt in den Ver­ei­nen, das stets be­strebt ist, die Ver­eins­an­la­gen zu sa­nie­ren, zu mo­der­ni­sie­ren und zu er­wei­tern. Die op­ti­ma­le För­de­rung ist auch ei­ne Wert­schät­zung der eh­ren­amt­li­chen Ar­beit.“

Beim Stadt­sport­bund (SSB) Os­na­brück herrscht eben­falls Zuf­rie­den­heit. „Wir konn­ten al­les be­die­nen und muss­ten kei­ne Ab­sa­gen er­tei­len“, freut sich Ge­schäfts­füh­rer Ralf Dam­mer­mann. Mit ei­nem wei­te­ren Zu­schuss, den die Klubs bei der Stadt Os­na­brück be­an­tra­gen kön­nen, „kom­men die Ver­ei­ne im bes­ten Fall auf ei­ne öf­fent­li­che För­de­rung von 60 Pro­zent. Das ist schon nicht schlecht“, sagt Dam­mer­mann.

In Os­na­brück be­trei­ben die Ver­ei­ne im We­sent­li­chen auf städ­ti­schen An­la­gen ih­ren Sport. Sor­gen macht am ehes­ten die Aus­las­tung der Sport­hal­len, die durch An­ge­bo­te der Ganz­tags­schu­len bis in den Nach­mit­tag be­legt sind, aber „ins­ge­samt sind wir gut auf­ge­stellt“, sagt Dam­mer­mann. Es ge­be ein „gu­tes Mit­ein­an­der mit der Sport­ver­wal­tung“, lobt er: „Die Stadt macht, was sie kann.“

Es sei nor­mal, dass es dar­über hin­aus im­mer noch wei­te­re Wün­sche ge­be – wie den Ruf von Fuß­bal­lern nach Kun­st­ra­sen­plät­zen. Der ver­hallt in der Stadt vor al­lem we­gen der Fi­nanz­la­ge. Die ma­xi­ma­le För­de­rungs­hö­he be­trägt in der Re­gel 75000 Kers­ten Wick, KSB-Ge­schäfts­füh­rer

Eu­ro. Grö­ße­re Bau­vor­ha­ben müs­sen im Ein­zel­fall ab­ge­seg­net wer­den.

Im Um­land sei ein Kun­st­ra­sen­platz hin­ge­gen schon mal „das wich­tigs­te Vor­ha­ben der ge­sam­ten Ge­mein­de“, sagt Mit ei­nem Lü­cken­schluss ver­grö­ßert der SSC Do­des­hei­de die Flä­che sei­nes Fit­ness­cen­ters. Dam­mer­mann – be­glei­tet von der ent­spre­chen­den po­li­ti­schen Un­ter­stüt­zung und fi­nan­zi­el­ler Rü­cken­de­ckung. Vik­to­ria Ges­mold er­hielt et­wa von der Stadt Mel­le 400000 Eu­ro För­de­rung für den Neu­bau ei­nes Kun­st­ra­sen­plat­zes. Die Stadt GMHüt­te un­ter­hält in den Orts­tei­len be­reits vier Kun­st­ra­sen­plät­ze für Fuß­bal­ler. Beim Neu­bau für den SV Har­der­berg soll es nun 220 000 Eu­ro aus dem städ­ti­schen Bür­ger­fonds so­wie wei­te­re 67 000 Eu­ro von der Stadt ge­ben. „Kun­st­ra­sen geht auf dem Dorf schlicht ein­fa­cher“, fasst es Dam­mer­mann aus städ­ti­scher Sicht zu­sam­men.

Ein Kos­ten­fak­tor für Kom­mu­nen und Klubs sind die Kun­st­ra­sen­plät­ze aber über­all. Mit ins­ge­samt 300 000 Eu­ro kal­ku­liert die Spiel­ver­ei­ni­gung Ralf Dam­mer­mann, SSB-Ge­schäfts­füh­rer

Nie­der­mark beim Aus­tausch des Kun­st­ra­sens. Vom Land gibt es 90 000 Eu­ro da­zu – in die­sem Jahr die höchs­te Sum­me im Land­kreis.

Als ein­zi­ger Ver­ein kommt der TV Wel­ling­holz­hau­sen in Im aus­ge­bau­ten Ver­eins­heim kann der TV Wel­ling­holz­hau­sen mehr An­ge­bo­te im Ge­sund­heits­sport bie­ten. den Ge­nuss ei­ner Zu­satz­för­de­rung. Der Aus­bau im Ober­ge­schoss des Ver­eins­heims er­mög­licht dem WTV ganz neue An­ge­bo­te im Ge­sund­heits­sport un­ab­hän­gig von knap­pen Hal­len­zei­ten. Die so­ge­nann­te Be­stands­ent­wick­lungs­maß­nah­me wird durch ei­ne Auf­sto­ckung vom LSB mit ins­ge­samt 35 Pro­zent ge­för­dert. „Oh­ne die För­de­rung hät­ten wir es fi­nan­zi­ell nicht ge­schafft“, sagt WTV-Vor­sit­zen­der Heinz-Kurt Mün­chow mit Blick auf die Ei­gen­mit­tel, die der Ver­ein zu­sätz­lich auf­brin­gen muss.

„Ganz dank­bar“ist auch To­bi­as Schim­m­öl­ler, Prä­si­dent des SSC Do­des­hei­de. Die Er­wei­te­rung des SSC-Fit­ness­stu­di­os „Ak­tiv-Cen­ter“ist die teu­ers­te der elf Bau­maß­nah­men, die in der Stadt ge­för­dert wer­den. Ins­ge­samt 160 000 Eu­ro hat der SSC für die Ar­bei­ten ver­an­schlagt, ein Teil da­von wird in Ei­gen­leis­tung er­bracht. Im Herbst soll die Er­wei­te­rung fer­tig sein. Durch den bau­li­chen Lü­cken­schluss wird die Fit­ness­flä­che ver­dop­pelt. Aus dem lau­fen­den Haus­halt hät­ten sich die Ar­bei­ten nicht fi­nan­zie­ren las­sen, sagt Schim­m­öl­ler. Ein Dar­lehn wur­de auf­ge­nom­men. Zu­schüs­se vom Land sind willkommen, um die Schul­den­last zu ver­rin­gern.

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