„Bam­mel“des Trai­ners un­be­rech­tigt

SF Lot­te ver­kauf­te sich beim Spit­zen­rei­ter mehr als teu­er – Ka­pi­tän Nau­ber: Ich ha­be ei­ni­ge Op­tio­nen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Westfälische Tagespost - Von Christian Det­loff Al­les über Ver­ein und Team auf noz.de/sfl

Von ei­nem schö­nen Er­leb­nis vor gro­ßer Ku­lis­se im Sta­di­on des Dritt­li­gaSpit­zen­rei­ters MSV Duis­burg sprach Be­ne­dikt Fer­nan­dez, der ein­mal mehr über­zeu­gen­de Tor­wart der Sport­freun­de Lot­te, nach dem 1:1 (0:0).

Das Re­mis, mit dem die Gäs­te dem Ta­bel­len­füh­rer die vor­zei­ti­ge Auf­stiegs­fei­er ver­mas­sel­ten, war hoch­ver­dient. So­sehr die Lot­ter der Aus­gleich in der Nach­spiel­zeit auch är­ger­te: Mit ein biss­chen Ab­stand wird die oh­ne fünf wich­ti­ge ver­letz­te Ak­teu­re an­ge­tre­te­ne Mann­schaft zu­frie­den mit dem Auf­tritt an der We­dau sein. „Als ich am Mor­gen vor der Ab­fahrt auf­ge­wacht bin und wuss­te, dass wir ge­gen die bes­te Mann­schaft der Li­ga auf so vie­le Leis­tungs­trä­ger ver­zich­ten müs­sen, hat­te ich schon ein biss­chen Bam­mel“, ge­stand SFL-Trai­ner Is­mail Atalan nach dem Spiel.

Doch die Zwei­fel, beim ehe­ma­li­gen Erst­li­gis­ten un­ter die­sen wid­ri­gen Um­stän­den be­ste­hen zu kön­nen, wa­ren

letzt­lich un­be­rech­tigt. „Es war ein rich­tig gu­ter Kick von uns. Wir wa­ren zwar in der ers­ten Halb­zeit un­ter­le­gen und un­ter Druck, doch mehr als zwei Groß­chan­cen

hat­ten die Duis­bur­ger auch nicht“, sag­te Fer­nan­dez.

Am Vor­abend hat­te der Rück­halt nach dem 1:1 der U 23 von Wer­der Bre­men ge­gen den Hal­le­schen FC et­was

er­staunt auf die Ta­bel­le ge­guckt, als er rea­li­sier­te, „dass wir nun auch rech­ne­risch durch sind. Wir hat­ten letzt­lich ei­ne zu gu­te Mann­schaft und ei­ne zu gu­te Art, Fuß­ball

zu spie­len, um in un­se­rer blö­den Ne­ga­tiv­pha­se noch un­ten rein­zu­rut­schen.“

Auch Lot­tes Ka­pi­tän Ger­rit Nau­ber macht es stolz, „dass wir in kei­ner Sai­son­pha­se Ge­fahr ge­lau­fen sind, et­was mit dem Ab­stieg zu tun zu be­kom­men. Schön, dass die Kur­ve mitt­ler­wei­le wie­der nach oben zeigt.“

Sei­ne Mann­schaft agier­te in Duis­burg nach den grö­ße­ren An­lauf­pro­ble­men in der ers­ten hal­ben St­un­de in der Of­fen­si­ve recht ef­fek­tiv: „Wir ha­ben un­se­re ers­te ech­te Groß­chan­ce gleich ge­nutzt. Scha­de, dass wir dann nicht nach­ge­legt ha­ben“, sag­te Nau­ber wohl beim Ge­dan­ken an den pa­rier­ten Schuss von Ja­roslaw Lind­ner.

Auch der Ver­trag des Ka­pi­täns läuft im Som­mer aus. „Es ist noch nichts ent­schie­den. Ich weiß noch nicht, für wen ich in der kom­men­den Sai­son spie­len wer­de“, sagt der 25-Jäh­ri­ge, an dem ei­ni­ge Ver­ei­ne in­ter­es­siert sein sol­len. „Fakt ist: Es gibt ei­ni­ge Op­tio­nen.“Un­ab­hän­gig da­von, wes­sen Tri­kot sich der Ka­pi­tän künf­tig über­streift, hat die­ser in der Schluss­pha­se der Sai­son noch ein gro­ßes Ziel: „Uns in Pa­der­born im West­fa­len­po­kal-Fi­na­le wie­der für den DFB-Po­kal zu qua­li­fi­zie­ren wä­re ein schö­ner Sai­son­ab­schluss.“

Fo­to: Man­fred Mru­gall­la

We­ni­ge Frei­räu­me gönn­ten die Sport­freun­de Lot­te mit Tim Wen­del (gel­bes Tri­kot) dem klar fa­vo­ri­sier­ten MSV Duis­burg mit Ah­met Er­gin in Straf­raum­nä­he.

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