Ra­dio Bre­men dis­tan­ziert sich von Xa­vier Nai­doo

Sender ko­ope­riert nicht mehr mit rechts­las­ti­gem Sän­ger

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Weltspiegel - Von Eck­hard Sten­gel

Ra­dio Bre­men (RB) stoppt sei­ne Zu­sam­men­ar­beit mit dem um­strit­te­nen Sän­ger Xa­vier Nai­doo und sei­ner Band „Söh­ne Mann­heims“: Ei­ni­ge Pas­sa­gen sei­nes neu­en Songs „Ma­rio­net­ten“hör­ten sich „ver­däch­tig nach rech­tem Ge­dan­ken­gut an“, teil­te die ARD-An­stalt mit. Des­halb zie­he die jun­ge RB-Wel­le „Bre­men Vier“ih­re Zu­sa­ge zu­rück, zwei Nai­dooKon­zer­te in Bre­men zu „prä­sen­tie­ren“, sag­te Wel­len­chef Hel­ge Haas.

In dem Song „Ma­rio­net­ten“wer­den Volks­ver­tre­ter als „Volks-in-die-Fres­se-Tre­ter“be­zeich­net, die von un­be­kann­ten Mäch­ten ge­steu­ert wür­den. „Wenn ich so ei­nen in die Fin­ger krieg, dann reiß ich ihn in Fet­zen“, heißt es an ei­ner Stel­le.

Nach An­sicht des Wel­len­chefs ruft der Song zu Selbst­jus­tiz auf und ver­neint die Un­ab­hän­gig­keit de­mo­kra­tisch ge­wähl­ter Par­la­men­te. „Er be­feu­ert Ver­schwö­rungs­theo­ri­en, nimmt mehr­fach Be­zug auf die Theo­ri­en der ‚Reichs­bür­ger‘ und der Rechts­po­pu­lis­ten – und zwar in ei­ner Art, die man kaum an­ders ver­ste­hen kann, als dass dies die Mei­nung von Xa­vier Nai­doo ist und er nicht nur dar­über singt.“Das sei aber weit ent­fernt von den Wer­ten, die RB ver­tre­te.

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