Schö­ner und wirt­schaft­li­cher

Pan­ora­ma­bad star­tet nach Re­no­vie­rung in die Frei­bad­sai­son

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Region -

Mit frei­em Ein­tritt und klei­nem Un­ter­hal­tungs­pro­gramm ist am Wo­che­n­en­de im Pan­ora­ma­bad in GMHüt­te die Re­no­vie­rung der Frei­bad­flä­chen ge­fei­ert wor­den. Zi­cken mach­ten an­fangs le­dig­lich die Rut­schen: Die bei­den Ge­rä­te woll­ten zu­nächst par­tout nicht das nö­ti­ge Was­ser spen­die­ren.

Bür­ger­meis­ter Ans­gar Pohl­mann muss die klei­ne Pan­ne wohl ge­ahnt ha­ben, als er noch vor der In­be­trieb­nah­me der Rut­schen mein­te: „Was­ser marsch passt nicht, ma­chen wir es ein­fach, wie es in Ge­orgs­ma­ri­en­hüt­te im­mer heißt: Glück auf für die­ses Bad, auf dass es im­mer Spaß macht und die Leu­te an­zieht.“

Zu­vor hat­te Pohl­mann dar­an er­in­nert, dass es noch vor der Über­ga­be des Ba­des an die GMHüt­ter Stadt­wer­ke 2008 Dis­kus­sio­nen gab, ob die An­la­ge mit Pre­mi­um­blick über­haupt wei­ter­ge­führt wer­den kön­ne. „Ein der­ar­ti­ges Bad wird man nie, man mag mich in ein paar Jah­ren ei­nes Bes­se­ren be­leh­ren, wirt­schaft­lich füh­ren kön­nen.“

Die mit der Re­no­vie­rung er­folg­te Neu­ge­stal­tung der 46-jäh­ri­gen An­la­ge sei in der Pla­nungs­pha­se auch im Rat ein­ver­nehm­lich be­spro­chen wor­den. „Wich­tig war, bis­he­ri­ge und künf­ti­ge Nut­zer­grup­pen des Ba­des zu be­rück­sich­ti­gen. Klar war: Man braucht hier kein Spaß­bad, son­dern ein Sport- und Fa­mi­li­en­bad“, sag­te der Bür­ger­meis­ter. Laut Stadt­werke­chef Wil­helm Grund­mann stellt die jetzt er­folg­te Mo­der­ni­sie­rung das drit­te Up­date des Pan­ora­ma­ba­des dar. Nach dem Zehn-Mil­lio­nen-Eu­roRe­launch von Hal­len­bad und Sau­na, ha­be man drin­gend an die Re­no­vie­rung der Au­ßen­flä­chen ge­musst. „Das Be­cken war un­dicht, die Was­ser­auf­be­rei­tung un­ge­nü­gend, und jähr­lich wa­ren er­heb­li­che Re­pa­ra­tur­maß­nah­men nö­tig“, so Grund­mann.

Zwar ha­be das Pla­nungs­bü­ro Roh­ling „nicht den ar­chi­tek­to­nisch tolls­ten Ent­wurf ge­lie­fert“, aber die wich­ti­ge Mi­schung aus at­trak­tiv Mach­ba­rem und wirt­schaft­lich Ver­tret­ba­rem ge­fun­den. Den Kos­ten­rah­men von 1,9 Mil­lio­nen Eu­ro wer­de man nicht über­schrei­ten, sag­te Grund­mann.

Der ers­te Mann der Stadt­wer­ke dank­te den elf re­gio­na­len und über­re­gio­na­len Fir­men, die auch den Zeit­rah­men von acht Mo­na­ten Bau­zeit hin­be­kom­men hät­ten.

Auch wenn das Frei­bad im Schwim­mer-Be­reich die Hälf­te sei­ner Bahn­län­ge ver­lo­ren hat, zeig­te sich Fried­helm Nau­ber den­noch zu­frie­den. Der Vor­sit­zen­de des Schwimm­ver­eins GMHüt­te lob­te die Be­ck­en­tie­fe von zwei Me­tern im Schwim­mer­be­reich. Das rei­che für Was­ser­ball­spie­le und die Aus­tra­gung von Meis­ter­schaf­ten aus, sag­te er am Ran­de der Er­öff­nung.

Da die Rut­schen bei der Pre­mie­re zu­nächst patz­ten, spran­gen die Ver­eins­schwim­mer der U13 und U15 ins küh­le Was­ser und er­öff­ne­ten so of­fi­zi­ell die Frei­bad­an­la­ge. Zum Un­ter­hal­tungs­pro­gramm ge­hör­ten eben­falls kos­ten­freie Mit­mach­an­ge­bo­te der Stadt­padd­ler, die die Trend­sport­art Stand-up-Pad­deln vor­stell­ten. Zu­vor pflüg­ten fern­ge­steu­er­te Mo­del­le des Schiffs­bau­clubs GMHüt­te die pla­ne See des Frei­ba­des durch. Selbst die neue Breit­wel­len­und die Flug­rut­sche lie­ßen die tech­ni­sche Stö­rung ir­gend­wann hin­ter sich und er­laub­ten den flut­schi­gen Rutsch in das Was­ser. Es hat der­zeit ei­ne Tem­pe­ra­tur von rund 21 Grad.

Was­ser­klein­od er­hält Up­date: Am Wo­che­n­en­de wur­de nach acht Mo­na­ten Bau­zeit der Au­ßen­be­reich des Pan­ora­ma­ba­des er­öff­net. Fo­to: Her­mann Pen­ter­mann

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