„Er­kal­te­tes Was­ser soll­te nicht er­neut auf­ge­kocht wer­den“

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Gut Zu Wissen -

So steht es im­mer noch oft in Ge­brauchs­an­wei­sun­gen von mo­der­nen Was­ser­ko­chern. Doch aus Sicht des Fre­se­ni­us-In­sti­tuts ist das neu­er­li­che Auf­ko­chen kein Pro­blem. Die Sor­ge vor Ni­ckel und Bi­s­phe­nol A aus dem Ge­rät sei un­be­grün­det, teil­te das In­sti­tut mit. Wich­tig sei aber, dass Ge­rä­te das GS-Sie­gel trü­gen. Haus­halts­ge­rä­te, die am In­sti­tut für die­ses Sie­gel ge­tes­tet wer­den, wie­sen „nur sel­ten“pro­ble­ma­ti­sche Be­las­tun­gen auf, hieß es. Ne­ben der Elek­tro­nik wer­de bei vie­len Kü­chen­ge­rä­ten zu­sätz­lich kon­trol­liert, ob die Ma­te­ria­li­en un­be­denk­lich sind. Auch bei der Angst vor Bak­te­ri­en gibt das In­sti­tut Ent­war­nung: Zwar ge­be es Kei­me aus der Um­welt, die sich über län­ge­re Zei­t­räu­me hin­weg in Was­ser­ko­chern ver­meh­ren könn­ten. Durch er­neu­tes Auf­ko­chen wür­den die­se in der Re­gel ab­ge­tö­tet. Zu ge­schmack­li­cher Be­ein­träch­ti­gung ge­be es kei­ne wis­sen­schaft­li­chen Be­le­ge. Die Bi­lanz für das In­sti­tut: „Die Angst vor ab­ge­stan­de­nem Koch­was­ser ist ein Re­likt aus der Zeit der Tauch­sie­der und Tee­kes­sel.“Das Bun­des­in­sti­tut für Ri­si­ko­be­wer­tung (BfR) kam in ei­ner Un­ter­su­chung zu Me­tal­len aus Kü­chen­ge­rä­ten von 2015 zu dem Er­geb­nis, dass aus Was­ser­ko­chern nur ge­rin­ge Men­gen, deut­lich un­ter vor­ge­schla­ge­nen Grenz­wer­ten, frei­ge­setzt wur­den. Auch wenn nur elf Ko­cher auf dem Prüf­stand wa­ren: Da­mit schnit­ten die­se Ge­rä­te deut­lich bes­ser ab als Kaf­fee­ma­schi­nen, die ins­be­son­de­re nach dem Ent­kal­ken Blei frei­setz­ten.

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