Es ist auch ei­ne Nie­der­la­ge für Schulz

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik - Von Uwe West­dörp u.west­do­erp@noz.de

War es das schon mit dem Schulz-Ef­fekt? Fällt die SPD jetzt wie­der in der Wäh­ler­gunst zu­rück? Nach den Wahl­schlap­pen im Saar­land und in Schles­wi­gHol­stein schril­len bei den Ge­nos­sen die Alarm­si­re­nen – und das zu Recht.

Zwar gibt es meh­re­re Fak­to­ren für das schlech­te Ab­schnei­den der SPD im Nor­den. An ers­ter Stel­le ist Mi­nis­ter­prä­si­dent Tors­ten Al­big zu nen­nen. Au­ßer ei­nem

„Wei­ter so“und mit­tel­mä­ßi­gen Leis­tun­gen hat­te er den Wäh­lern nichts an­zu­bie­ten. Als er sich dann auch noch re­spekt­los über sei­ne frü­he­re Le­bens­part­ne­rin äu­ßer­te, war es um sein An­se­hen als Lan­des­va­ter ge­sche­hen. Al­big muss ge­hen, völ­lig klar.

Ihn al­lein zum Sün­den­bock zu ma­chen ist aber kei­ne aus­rei­chen­de Stra­te­gie für die SPD. Denn es geht nicht nur um Per­so­nen, son­dern auch um The­men. Und da zeigt sich, dass die So­zi­al­de­mo­kra­ten sich un­ver­än­dert schwer­tun, mit dem The­ma so­zia­le Ge­rech­tig­keit zu punk­ten.

Sehr viel mehr hat Kanz­ler­kan­di­dat Mar­tin Schulz aber bis­her nicht zu bie­ten. Es wird höchs­te Zeit, dass er end­lich al­le Kar­ten auf­deckt und er­klärt, wie er es auch auf an­de­ren Po­li­tik­fel­dern als Kanz­ler bes­ser ma­chen will als An­ge­la Mer­kel.

Al­le Bli­cke rich­ten sich nun auf Nord­rhein-West­fa­len. Ge­lingt der CDU auch im be­völ­ke­rungs­reichs­ten Land ein Macht­wech­sel, kann Schulz sei­ne Kam­pa­gne be­en­den. Dann wird es nichts mit dem Kanz­ler­amt.

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