NRW-CDU um­garnt Russ­land­deut­sche

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik - Von Flo­ri­an Pfitz­ner

Nord­rheinWest­fa­lens CDU hat es vor der Land­tags­wahl auf ei­ne ex­klu­si­ve Ziel­grup­pe ab­ge­se­hen. In ei­ner Anzeige ei­ner Zeit­schrift für Russ­land­deut­sche, die in Bonn ver­legt wird, um­garnt sie die Le­ser mit dem Ver­spre­chen, sich für hö­he­re Ren­ten für Spät­aus­sied­ler ein­zu­set­zen. In der SPD fühlt man sich an die Me­tho­den im US-Wahl­kampf er­in­nert.

„Wir kämp­fen für Ih­re Ren­te!“, tex­tet die CDU in dem Ma­ga­zin Re­jns­koe Vrem­ja („Rhei­ni­sche Zeit“). Spit­zen­kan­di­dat Ar­min La­schet lässt sich in rus­si­scher Spra­che zi­tie­ren, wirbt um die Wäh­ler­stim­men deut­scher Staats­bür­ger: „Lie­be Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­ger, bald sind Land­tags­wah­len in NRW, und es steht ei­ni­ges auf dem Spiel – zum Bei­spiel die Ren­te für Spät­aus­sied­ler.“Weil es die rot-grü­ne Lan­des­re­gie­rung ver­säumt ha­be, „wirk­sa­me Maß­nah­men zu er­grei­fen“, dro­he Spät­aus­sied­lern die Al­ters­ar­mut. „Da­mit ist jetzt Schluss.“Wer ei­ne wür­di­ge so­zia­le Ab­si­che­rung vor­zieht, sol­le bei der Land­tags­wahl am Sonn­tag für die CDU stim­men, emp­fiehlt La­schet – ob­wohl es sich bei der Ren­te um ei­ne Bun­des­an­ge­le­gen­heit han­delt.

In der SPD stößt die An­zei­gen­kam­pa­gne auf Kri­tik. „Die Re­ge­lung, die die CDU ab­schaf­fen will, hat sie un­ter Hel­mut Kohl 1996 sel­ber ein­ge­führt“, sagt Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­rin Andrea Nah­les.

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