Ex­por­teu­re ei­len von Re­kord zu Re­kord

Aus­fuh­ren er­rei­chen im März höchs­ten Wert seit 1950 – CSU-Kri­tik an Schulz’ In­ves­ti­ti­ons­pro­gramm

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Vorderseite - Mehr auf noz.de/wirt­schaft

Die deut­schen Ex­por­te boo­men wie nie – zum Leid­we­sen der Kri­ti­ker rund um den Glo­bus. Im März klet­ter­ten die Aus­fuh­ren auf den höchs­ten Mo­nats­wert seit dem Jahr 1950.

Die Un­ter­neh­men führten im März Wa­ren im Wert von 118,2 Mil­li­ar­den Eu­ro aus. Das wa­ren 10,8 Pro­zent mehr als im März vor ei­nem Jahr, wie das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt mit­teil­te. Die Im­por­te stie­gen um 14,7 Pro­zent und er­reich­ten ei­nen Wert von 92,9 Mil­li­ar­den Eu­ro. Der Au­ßen­han­dels­über­schuss lag da­mit bei 25,4 Mil­li­ar­den Eu­ro. Im März 2016 hat­te er 25,8 Mil­li­ar­den Eu­ro be­tra­gen.

„Un­se­re Ex­port­wirt­schaft pro­fi­tiert von der an­zie­hen­den Welt­kon­junk­tur. ‚Ma­de in Ger­ma­ny‘ bleibt ge­fragt

an den Welt­märk­ten“, bi­lan­zier­te der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Bun­des­ver­ban­des der Deut­schen In­dus­trie (BDI), Joa­chim Lang. „Es ist er­staun­lich, wie die deut­sche Au­ßen­wirt­schaft den glo­ba­len Ri­si­ken – sei es po­li­tisch

oder wirt­schaft­lich – trotzt“, kon­sta­tier­te der Prä­si­dent des Au­ßen­han­dels­ver­ban­des BGA, An­ton Bör­ner.

Deutsch­lands Ex­por­te hat­ten im ver­gan­ge­nen Jahr den Re­kord­wert von 1,2075 Bil­lio­nen Eu­ro er­reicht. Auch der

in­ter­na­tio­nal um­strit­te­ne Ex­port­über­schuss er­reich­te mit fast 253 Mil­li­ar­den Eu­ro ei­nen neu­en Höchst­wert.

Kri­tik dar­an kommt un­ter an­de­rem aus den USA. Prä­si­dent Do­nald Trump wirft Deutsch­land un­fai­re Han­dels­prak­ti­ken zu­las­ten der USA vor. Auch die EU-Kom­mis­si­on hat Deutsch­land wie­der­holt auf­ge­for­dert, mit mehr In­ves­ti­tio­nen im In­land das Un­gleich­ge­wicht im Au­ßen­han­del aus­zu­ta­rie­ren. Auch SPD-Kanz­ler­kan­di­dat Mar­tin Schulz for­dert in­zwi­schen ei­ne In­ves­ti­ti­ons­of­fen­si­ve für Deutsch­land. „Mei­ne Leit­li­nie wird sein: Vor­fahrt für In­ves­ti­tio­nen“, sag­te er in Ber­lin. Die SPD-Füh­rung um Par­tei­chef Schulz will sich An­fang kom­men­der Wo­che mit ei­nem ers­ten Ent­wurf für ihr Re­gie­rungs­pro­gramm be­fas­sen, wie SPD-Vi­ze Thors­ten Schä­fer-Güm­bel am Di­ens­tag im ZDF an­kün­dig­te.

Die CSU-Lan­des­grup­pen­che­fin Ger­da Has­sel­feldt kri­ti­sier­te im Ge­spräch mit un­se­rer Re­dak­ti­on, Kanz­ler­kan­di­dat Schulz pla­ne „un­be­zahl­bar teu­re Wahl­ver­spre­chen“. Has­sel­feldt be­zog sich auf Be­rech­nun­gen, wo­nach die Re­form­plä­ne von Schulz Staat und Fir­men bis zu 30 Mil­li­ar­den Eu­ro jähr­lich kos­ten könn­ten.

Deutsch­lands Wirt­schaft brummt:

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