Land be­geis­tert Rad­fah­rer

Rund 450 Sport­ler bei Bel­mer Rad­ma­ra­thon – Äl­tes­ter Star­ter 79 Jah­re alt, der jüngs­te elf

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport Regional -

Oh­ne Zeit- und Kon­kur­renz­druck, aber mit pro­fes­sio­nel­ler Be­treu­ung ha­ben rund 450 Rad­sport­ler auf Ein­la­dung der Rad­renn­ge­mein­schaft Os­na­brück (RRG) im Rah­men des Bel­mer Rad­ma­ra­thons und der Teu­to Tour das Os­na­brü­cker Land be­fah­ren.

Von Mal­te Golt­sche

Be­reits um 8.30 Uhr fuh­ren knapp 100 Sport­ler an der Jo­han­nesVincke-Schu­le in Belm los – sie mach­ten sich auf den 204 Ki­lo­me­ter lan­gen Weg des Bel­mer Rad­ma­ra­thons durch das Wie­hen­ge­bir­ge und den Teu­to­bur­ger Wald. Kurz da­nach star­te­ten auch die knapp 350 wei­te­ren Ath­le­ten. Ob 151, 112, 74 oder 47 Ki­lo­me­ter – die Stim­mung war rund­um gut. Je­der Star­ter durf­te sei­ne Stre­cke in sei­nem ge­wünsch­ten Tem­po zu­rück­le­gen. Es ging für die 450 Sport­ler nicht um die bes­te Zeit, sie wur­de auch gar nicht ge­mes­sen. Nicht al­lein: Die meis­ten Teil­neh­mer leg­ten ih­re Stre­cken in klei­nen Grüpp­chen zu­rück.

Das Teil­neh­mer­feld beim Bel­mer Rad­ma­ra­thon und der Teu­to Tour war bunt ge­mischt. So ha­ben Star­ter aus ganz Nord­deutsch­land, dem Müns­ter­land und so­gar ei­ne klei­ne Grup­pe aus den Nie­der­lan­den in Belm in die Pe­da­le ge­tre­ten. Auch al­ters­mä­ßig wa­ren die Un­ter­schie­de groß: Der äl­tes­te Star­ter war 79 Jah­re alt, der jüngs­te elf.

Or­ga­ni­sa­tor Heinz Bruns­mann un­ter­strich den Brei­ten­sport-Cha­rak­ter der Ver­an­stal­tung: Ge­schul­ter Blick: Heinz Bruns­mann über­wacht den Ablauf am Start.

„Wann ei­ner an­kommt, ist egal.“Dar­auf­hin schob er noch lo­cker hin­ter­her: „Haupt­sa­che vor 18 Uhr.“Dann war näm­lich Kon­troll­schluss – und auch Fei­er­abend für die 37 eh­ren­amt­li­chen Hel­fer der RRG.

Vier Wo­chen ha­be die Vor­be­rei­tung der Ver­an­stal­tung ge­dau­ert, er­zähl­te der pas­sio­nier­te Rad­sport­ler. Am Ver­an­stal­tungs­tag war selbst­ver­ständ­lich das meis­te zu er­le­di­gen. So wur­den al­le 25 bis

30 Ki­lo­me­ter Hel­fer po­si­tio­niert, die die Fah­rer mit Ge­trän­ken, Es­sen und den für die Er­fas­sung nö­ti­gen Stem­peln ver­sorg­ten.

Zwei Stre­cken­fahr­zeu­ge küm­mer­ten sich zu­dem un­ter­wegs um die Teil­neh­mer und stell­ten si­cher, dass nie­mand den Kon­troll­schluss ver­pass­te. Auch an der Stre­cke selbst muss­ten die Eh­ren­amt­li­chen ar­bei­ten. „Wir ha­ben für heu­te über 1000 Schil­der an den Stre­cken an­ge­bracht – und die müs­sen na­tür­lich auch al­le wie­der run­ter. Das ist schon ein Rie­sen­auf­wand“, so Bruns­mann.

Dass sich die­ser je­doch ge­lohnt hat, des­sen kann sich der Or­ga­ni­sa­tor si­cher sein. Es gab aus­schließ­lich po­si­ti­ve Rück­mel­dun­gen von den Rad­sport­lern. „Die Stre­cken­füh­rung durch die schö­ne Land­schaft ist super gut an­ge­kom­men. Für solch ein Lob macht man die­se Ver­an­stal­tun­gen“, freu­te sich Bruns­mann, der da­her auch ein po­si­ti­ves Fa­zit zog: „Es gab kei­ne Stür­ze, der Un­fall­wa­gen muss­te nicht raus – ins­ge­samt ist ein­fach al­les rund ge­lau­fen.“

Be­son­ders her­aus­he­ben woll­te Bruns­mann zu­dem die Ko­ope­ra­ti­on mit der Ge­mein­de Belm und der Jo­han­nesVincke-Schu­le: „Die Zu­sam­men­ar­beit ist ein­fach super, es gibt nie Pro­ble­me.“Da­mit dürf­te die Aus­tra­gung des Rad­ma­ra­thons und der Teu­to-Tour auch in den kom­men­den Jah­ren ge­si­chert sein. „Mitt­ler­wei­le sind das rich­ti­ge Klas­si­ker und Tra­di­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen“, sag­te Bruns­mann.

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