FI­FA: Aus für obers­te Ethik­hü­ter

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport -

Die FI­FA hat sich ih­rer un­be­que­men Spit­zen-Ethi­ker um den deut­schen Rich­ter Hans-Joa­chim Eckert ent­le­digt und neue, hef­ti­ge Zwei­fel am pro­pa­gier­ten Re­form­pro­zess aus­ge­löst. Eckert und der Schwei­zer Chef-Er­mitt­ler Cor­nel Bor­be­ly wur­den vom Coun­cil des Fuß­ball-Welt­ver­bands in Ma­na­ma nicht wie­der für ih­re Pos­ten in der un­ab­hän­gi­gen Ethik­kom­mis­si­on vor­ge­schla­gen. Da­mit kön­nen sie vom Kon­gress am Don­ners­tag in der bah­rai­ni­schen Haupt­stadt nicht ge­wählt wer­den. DFB-Prä­si­dent Rein­hard Gr­in­del hat­te sich vor sei­ner ers­ten Sit­zung als Mit­glied der FI­FA-Re­gie­rung um Prä­si­dent Gi­an­ni In­fan­ti­no deut­lich für ei­nen Ver­bleib der re­nom­mier­ten Ju­ris­ten aus­ge­spro­chen.

Als neue Che­f­er­mitt­le­rin schlug das FI­FA-Coun­cil die Ko­lum­bia­ne­rin Ma­ría Clau­dia Ro­jas vor, die Recht spre­chen­de Kam­mer soll der frü­he­re Prä­si­dent des Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hofs Vas­si­li­os Skou­ris aus Grie­chen­land lei­ten. Auch der frü­he­re Ge­ne­ral­an­walt am Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hof, Luís Mi­guel Poia­res Ma­du­ro, aus Por­tu­gal wur­de nicht wie­der als Vor­sit­zen­der der Go­ver­nan­ce Kom­mis­si­on vor­ge­schla­gen.

Ei­ne so­for­ti­ge Vor­ver­ga­be der XXL-WM 2026 an die USA, Ka­na­da und Me­xi­ko lehn­te die FI­FA-Re­gie­rung ab – an­de­re Kan­di­da­ten sol­len wei­te­re drei Mo­na­te Zeit für ei­ne Kan­di­da­tur be­kom­men. Das Ame­ri­ka-Trio hat be­an­tragt, dass der Kon­gress das Be­wer­bungs­ver­fah­ren noch wei­ter be­schleu­nigt, so­dass die drei schon in Bah­rain un­ter Be­din­gun­gen den Zu­schlag er­hal­ten wür­den.

Die Zahl der eu­ro­päi­schen Teil­neh­mer bei der WM in neun Jah­ren wird von zu­vor 13 auf 16 stei­gen. Wie das FI­FA-Coun­cil be­schloss, wer­den al­le Kon­fö­de­ra­tio­nen mehr Start­plät­ze als bei den bis­he­ri­gen Welt­tur­nie­ren mit 32 Teams er­hal­ten. Afri­ka stellt neun Mann­schaf­ten, Asi­en acht, Nord-/Mit­tel­ame­ri­ka so­wie Süd­ame­ri­ka schi­cken je­weils sechs Ver­tre­ter, zu­dem ist ein ozea­ni­sches Team da­bei.

Vor der Coun­cil-Sit­zung si­cher­te In­fan­ti­no dem gha­nai­schen Fuß­ball­pro­fi Sul­ley Mun­ta­ri im Ras­sis­mus-Skan­dal sei­ne Un­ter­stüt­zung zu. „Es gibt lei­der im­mer über­all Idio­ten, aber wir müs­sen sie be­kämp­fen“, sag­te der FIFABoss. Der Pes­ca­ra-Pro­fi hat­te im Spiel ge­gen Cagli­a­ri beim Schieds­rich­ter ge­gen ras­sis­ti­sche Be­lei­di­gun­gen pro­tes­tiert und da­für Gelb ge­se­hen.

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