US-Se­ri­en­mör­der ge­fasst?

Ver­däch­ti­ger soll aus Au­to her­aus neun Men­schen ge­tö­tet ha­ben

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Weltspiegel -

Die Po­li­zei in der US-Groß­stadt Pho­enix (Ari­zo­na) hat nach ei­nem Jahr des Schre­ckens ei­nen mut­maß­li­chen Neun­fach­mör­der ge­stellt. Der Mann soll im­mer wie­der aus ei­nem fah­ren­den Au­to her­aus an­schei­nend wahl­los auf Men­schen ge­schos­sen ha­ben. Neun Men­schen im Al­ter zwi­schen 12 und 55 Jah­ren star­ben. Die Bür­ger der Stadt, vor al­lem im meist von La­ti­nos be­wohn­ten Wes­ten, hat­ten mo­na­te­lang in Angst ge­lebt.

Auf ei­ner Pres­se­kon­fe­renz in­for­mier­ten Po­li­zei, Staats­an­walt­schaft und FBI am Mon­tag (Orts­zeit) über die Fest­nah­me ei­nes 23-Jäh­ri­gen, der die Ta­ten zwi­schen Au­gust 2015 und Ju­li 2016 be­gan­gen ha­ben soll. Die Po­li­zei hat­te ei­ne Be­loh­nung von 75 000 Dol­lar für Hin­wei­se aus­ge­setzt, die zur Er­grei­fung des Man­nes führten. Die Be­loh­nung wer­de aus­ge­zahlt.

Mo­sa­ik aus Hin­wei­sen

Wel­cher der Tau­sen­den Tipps schließ­lich zum Fahn­dungs­er­folg führ­te, woll­te die Po­li­zei nicht sa­gen. Letzt­lich war es wohl ein Mo­sa­ik, dass die Be­am­ten des Pho­enix Po­li­ce De­part­ment müh­sam zu­sam­men­füg­ten. Das Au­to des Man­nes äh­nel­te der Be­schrei­bung von über­le­ben­den Au­gen­zeu­gen. Ei­ne Phan­tom­bild-Zeich­nung hat­te Ähn­lich­keit mit dem Fo­to des Ver­däch­ti­gen, den die Po­li­zei be­reits we­gen an­de­rer Straf­ta­ten im Vi­sier hat­te.

Da­bei hät­te es be­reits nach dem ers­ten Mord ei­ne Chan­ce für die Er­mitt­ler ge­ben. Der 23 Jah­re al­te Bus­fah­rer war über ei­ne ro­te Am­pel ge­fah­ren. Doch erst als mit dem 61 Jah­re al­ten Ex-Freund sei­ner Mut­ter erst­mals ein Mensch aus sei­nem Um­feld ge­tö­tet wur­de, schloss sich der Kreis für die Be­am­ten.

Das Mo­tiv des jun­gen Man­nes ist noch un­klar. Vie­le der Op­fer wur­den vor ih­ren Häu­sern er­schos­sen, an­de­re wur­den nur an­ge­schos­sen und ka­men mit dem Le­ben da­von. Min­des­tens ei­ne der Tat­waf­fen gab der Tä­ter nach dem Mord in ei­nem Pfand­haus in Zah­lung. Zur­zeit wer­de un­ter­sucht, ob der Mann wei­te­re Ver­bre­chen be­gan­gen hat. Von min­des­tens zwölf Fäl­len ist die Re­de, bei de­nen er auf Un­schul­di­ge ge­schos­sen ha­ben soll.

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