Stu­die: Pri­vi­le­gier­te le­ben län­ger

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Gut Zu Wissen -

Ein­kom­men, Bil­dung und die ge­sell­schaft­li­che Schicht sind laut ei­ner Stu­die viel ent­schei­den­der für die Le­bens­er­war­tung als Erb­an­la­gen und me­di­zi­ni­sche Ri­si­ko­fak­to­ren. Das be­rich­tet die „Süd­deut­sche Zei­tung“un­ter Be­ru­fung auf Ärz­te der Uni­ver­si­ty of Wa­shing­ton in Seattle. De­ren im Fach­ma­ga­zin „JAMA In­ter­nal Me­di­ci­ne“ver­öf­fent­lich­te Un­ter­su­chung ver­deut­li­che, wie stark sich der so­zia­le Fak­tor auf Ge­sund­heit und Le­bens­er­war­tung aus­wir­ke. Die Stu­die zei­ge, dass die Be­woh­ner der ärms­ten Re­gio­nen in den USA im Schnitt 20 Jah­re frü­her ster­ben als je­ne in den Speck­gür­teln des Lan­des. „Die Un­gleich­heit in der Le­bens­er­war­tung ist in den ver­gan­ge­nen 35 Jah­ren wei­ter ge­stie­gen“, war­nen die Au­to­ren um Lau­ra Dwy­er-Lind­gren.

Ins­ge­samt sei die Le­bens­er­war­tung in den USA zwar seit 1980 von 73,8 auf 79,1 Jah­re ge­stie­gen. Doch in ein­zel­nen Land­stri­chen Nord- und Süd­da­ko­tas, be­son­ders in In­dia­ner­re­ser­va­ten, aber auch in Mis­sis­sip­pi oder West Vir­gi­nia wür­den die Men­schen im Mit­tel nicht äl­ter als 68.

In Deutsch­land, so die Zei­tung wei­ter, ge­hör­ten das pfäl­zi­sche Pir­ma­sens, das ober­frän­ki­sche Hof, das thü­rin­gi­sche Suhl so­wie ei­ni­ge Ge­mein­den im Ruhr­ge­biet und in Ost­deutsch­land zu den Schluss­lich­tern bei der Le­bens­er­war­tung. Die höchs­te Le­bens­er­war­tung da­ge­gen ge­be es im Land­kreis Starn­berg, im Hochtau­nus, rund um Mün­chen, am Bo­den­see und im Raum Frei­burg. Dort wür­den die Men­schen im Schnitt fast 84 und da­mit rund acht Jah­re äl­ter als die Be­woh­ner der ärms­ten Re­gio­nen.

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