SPD-Ver­tre­ter drin­gen auf bal­di­gen Denk­mal-Bau

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Kultur -

In der lan­gen De­bat­te über das Frei­heits­und Ein­heits­denk­mal in Ber­lin drin­gen füh­ren­de Ver­tre­ter der SPD auf ei­nen bal­di­gen Bau. „Man macht es nicht bes­ser, und die Dis­kus­si­on wird eher un­wür­di­ger, wenn man sie im­mer wie­der von Neu­em führt“, sag­te Ber­lins Re­gie­ren­der Bür­ger­meis­ter Micha­el Mül­ler (SPD). Er be­kann­te sich zu dem Ent­wurf des Stutt­gar­ter Pla­nungs­bü­ros Mil­la und Part­ner und der Cho­reo­gra­fin Sa­sha Waltz. Der Vor­sit­zen­de der SPDFrak­ti­on im Bun­des­tag, Tho­mas Op­per­mann, be­grüß­te Mül­lers Äu­ße­rung. „Jetzt muss die Rea­li­sie­rung an­ge­packt wer­den“, er­klär­te er am Di­ens­tag im Kurz­nach­rich­ten­dienst Twit­ter.

Mül­ler sag­te, die fried­li­che Re­vo­lu­ti­on in der DDR und der Mau­er­fall sei­en ein „Glücks­fall der Ge­schich­te, der zu wür­di­gen ist“. Zu­gleich räum­te er ein, dass er sich „ei­ne of­fe­ne­re Dis­kus­si­on“über Stand­ort und Gestal­tung des Denk­mals ge­wünscht hät­te. In den ver­gan­ge­nen Wo­chen hat­te sich un­ter an­de­ren Ber­lins Kul­tur­se­na­tor Klaus Le­de­rer (Lin­ke) wie­der­holt ge­gen den vor­lie­gen­den Ent­wurf und den ge­plan­ten Stand­ort auf dem Ber­li­ner Schloss­platz aus­ge­spro­chen.

Aus den Frak­tio­nen von Uni­on und SPD hieß es am Di­ens­tag, der An­trag be­fin­de sich noch in der Ab­stim­mung. Be­ra­ten wer­den dem­nach noch tech­ni­sche De­tails der Um­wid­mung der Fi­nan­zen. An der Fi­nan­zie­rung wer­de das Denk­mal aber nicht schei­tern, be­ton­te ei­ne Spre­che­rin der Uni­ons­frak­ti­on. Ge­plant ist nach ih­ren Wor­ten, den An­trag für die Er­rich­tung des Denk­mals in der über­nächs­ten Sit­zungs­wo­che des Bun­des­tags En­de Mai/An­fang Ju­ni im Plenum zu be­ra­ten.

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