Fü­ße soll­ten ge­liebt und ge­pflegt wer­den

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Gesund Im Mai -

1. Wor­auf soll­te man beim Schuh­kauf zum Woh­le sei­ner Fü­ße ach­ten? Schu­he soll­te man be­reits von Kin­des­bei­nen an im Fach­ge­schäft an­mes­sen las­sen. Spä­ter soll­te man ver­mei­den, in aus­ge­latsch­ten oder aus­ge­tre­te­nen Schu­hen oder im­mer nur in Turn­schu­hen rum­zu­lau­fen. Der Fuß braucht ins­be­son­de­re bei ei­ner ho­hen Be­las­tung in Be­ruf oder Frei­zeit Halt und Fes­tig­keit und das da­für rich­ti­ge, pass­ge­naue und ge­lenk­stüt­zen­de Schuh­werk. Auch für Knie und Hüf­te ist ei­ne ent­spre­chen­de Ab­fe­de­rung wich­tig. Bei Fuß­fehl­stel­lun­gen, die auch an­ge­bo­ren sein kön­nen, soll­ten vom Or­tho­pä­den die pas­sen­den Ein­la­gen ver­schrie­ben wer­den. Sie ent­ste­hen auch, wenn im fort­ge­schrit­te­nen Al­ter die 29 im Fuß be­find­li­chen Ge­len­ke lang­sam ver­schlei­ßen und nach un­ten durch­sa­cken. Durch das Ver­schwin­den der Mus­ku­la­tur ver­liert vor al­lem das den Groß­teil des Fu­ßes tra­gen­de Groß­ze­hen­grund­ge­lenk an Fes­tig­keit und drif­tet nach au­ßen ab. Die an­de­ren Ze­hen klim­pern dann hin­ter­her und le­gen sich häu­fig über­ein­an­der, be­son­ders bei zu klei­nen oder zu en­gen Schu­hen. Da­mit der Fuß Luft be­kommt, ist Le­der oder ein durch­läs­si­ges Tex­tilm­a­te­ri­al sinn­voll.

Wie ent­ste­hen Fuß­krank­hei­ten, was sind die Sym­pto­me und Ur­sa­chen?

Durch Rei­bung oder Feuch­tig­keit et­wa durch Schwit­zen kön­nen sich Druck­stel­len oder Hüh­ner­au­gen auf den Knö­cheln bil­den. Be­son­ders fies sind da­bei sol­che zwi­schen den Ze­hen mit schmer­zen­den Fis­teln, die in je­dem Fall fach­män­nisch ent­fernt wer­den müs­sen. Auch ein­sei­ti­ge Be­las­tung im Job oder beim Sport so­wie Über­ge­wicht sind Fak­to­ren, die Fuß­krank­hei­ten ver­ur­sa­chen kön­nen. Wenn die Haut auf­weicht, ent­steht ein Nähr­bo­den für Pil­ze und Bak­te­ri­en. Ge­ra­de bei ei­nem schwa­chen Im­mun­sys­tem kann schnell Na­gel­pilz ent­ste­hen, des­sen Spo­re sich vom Horn er­nährt und im Blut an­sie­delt. Schon die kleins­te Ver­let­zung am Na­gel reicht als Ein­tritts­pfor­te auch für Haut­pilz aus. In die­sen Fäl­len soll­te ein Der­ma­to­lo­ge auf­ge­sucht oder an die­sen ver­wie­sen wer­den. Fuß­pilz kann da­ge­gen auch ef­fek­tiv mit Sal­ben be­han­delt wer­den.

2.3.Wie las­sen sich Fuß­be­schwer­den lin­dern und vor­beu­gen? Groß­flä­chi­ge, schmer­zen­de Horn­hautarea­le, die der Kör­per zwar als Schutz, aber eben im Über­maß aus­bil­det, müs­sen mög­lichst fach­män­nisch ab­ge­tra­gen wer­den. Von Horn­haut­ho­beln ra­te ich drin­gend ab. Bes­ser sind Fuß­fei­len mit ei­nem fei­nen und ei­nen rau­en Sand­blatt auf je­der Sei­te, die auch zu­hau­se vor dem Ein­cre­men und Du­schen ver­wen­det wer­den kön­nen. Ge­gen tro­cke­ne Haut an den Fer­sen sind Cre­mes sinn­voll, wo­bei man auf gu­te, schnell ein­zie­hen­de Pfle­ge­wirk­stof­fe wie Aloe Ve­ra, Ka­mil­le oder Urea ach­ten soll­te. Zur Druck­ent­las­tung gibt es un­ter an­de­rem auch klei­ne, kaum spür-, da­für aber dehn­ba­re Strümp­fe aus Si­li­kon. Auch re­gel­mä­ßi­ge Fuß­bä­der mit durch­blu­tungs­för­dern­den Ba­de­sal­zen tra­gen nicht nur zur bes­se­ren Sau­ber­keit, son­dern auch zum Wohl­füh­len bei. Gut Ab­trock­nen ist da­nach aber wich­tig. Ins­be­son­de­re die Räu­me zwi­schen den Ze­hen soll­ten stets tro­cken blei­ben. Für die Ge­len­ke und die Durch­blu­tung ist auch Bar­fuß­lau­fen wun­der­bar. Man soll­te sei­ne Fü­ße lieb ha­ben. Schließ­lich sind es die Kör­per­tei­le, die ei­nen durch das gan­ze Le­ben tra­gen.

Eli­sa­beth Boes, Fo­to: ma­li

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.