PRES­SE­SCHAU

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Einblicke -

Die Zei­tung kom­men­tiert die Wahl in Schles­wig-Hol­stein: „Nur knapp hat die AfD den Sprung in den Land­tag ge­schafft. Ihr Hö­hen­flug scheint ge­stoppt. Die Par­tei zer­legt sich selbst; ihr Kern­the­ma, die Flücht­lings­kri­se, steht nicht mehr al­lein im Blick­punkt – und vie­le Wäh­ler re­gis­trie­ren: Es ist noch längst kei­ne Po­li­tik, dau­ernd nur Ängs­te zu schü­ren – es braucht über­zeu­gen­de­re Zu­kunfts­kon­zep­te, um den Men­schen be­grün­de­te Ängs­te zu neh­men. Da dür­fen gern al­le nach­le­gen: In­halt­lich ist vie­les noch sehr dünn, sehr va­ge, was die Par­tei­en da prä­sen­tie­ren.“ Zur Mög­lich­keit ei­ner Ja­mai­ka-Ko­ali­ti­on heißt es hier: „Sie soll­ten es in Schles­wig-Hol­stein pro­bie­ren, schon da­mit dann end­gül­tig al­le Ko­ali­ti­ons­va­ri­an­ten, die es rech­ne­risch gibt, ir­gend­wo im Land auch ei­nen rea­len Test­markt ha­ben. Und es muss auch kei­ne Lie­bes­hei­rat wer­den. Das sind Drei­er­bünd­nis­se so­wie­so nicht. Da muss man be­son­ders to­le­rant sein zu­ein­an­der. Mot­to: Of­fe­ne Drei­er­be­zie­hung, je­der be­hält ein Stück Frei­heit. Dann ist vie­les mög­lich.“ Das Dresd­ner Blatt be­leuch­tet das Wah­l­er­geb­nis in Frank­reich: „Zwar hat Ma­ri­ne Le Pen mit wei­tem Ab­stand ver­lo­ren. Doch sie er­hielt die Stim­men von rund elf Mil­lio­nen Fran­zo­sen. Al­lein die­se Zahl soll­te War­nung ge­nug sein. Es ist ver­früht, in der Nie­der­la­ge Le Pens die Be­stä­ti­gung ei­nes Trends ge­gen rechts in ganz Eu­ro­pa zu se­hen. Denn so­lan­ge es die Re­gie­ren­den nicht schaf­fen, die wirt­schaft­li­chen und so­zia­len Pro­ble­me zu lö­sen, bleibt das Po­ten­zi­al an Pro­test­wäh­lern groß und kei­nes­wegs si­cher vor dem Zu­griff von Po­pu­lis­ten jeg­li­cher Cou­leur – nicht nur in Frank­reich, son­dern auch in an­de­ren EU-Staa­ten.“ Zum The­ma Dro­gen­miss­brauch schreibt das Blatt aus Frankfurt/Oder: „Die Ge­sell­schaft muss ei­nen ver­nünf­ti­gen Um­gang mit dem Rausch ler­nen und bes­se­re The­ra­pi­en für Ab­hän­gi­ge an­bie­ten. Hier­für ist aber deut­lich mehr Geld not­wen­dig. Be­schafft wer­den könn­te es, in­dem der Staat den Ver­kauf der ver­gleichs­wei­se harm­lo­sen Dro­ge Can­na­bis le­ga­li­siert.“

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