Von der Ley­en will Re­for­men

SPD-Ge­ne­ral­se­kre­tä­rin at­ta­ckiert Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Vorderseite - Von Bea­te Ten­fel­de

Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ur­su­la von der Ley­en (CDU) hat als Re­ak­ti­on auf den Ter­ror­ver­dacht in der Bun­des­wehr um­fas­sen­de Re­for­men in der Bun­des­wehr in Aus­sicht ge­stellt. Die Trup­pe müs­se nach in­nen schau­en, auf Füh­rung und Wer­te, sag­te von der Ley­en ges­tern in Berlin.

SPD-Ge­ne­ral­se­kre­tä­rin Ka­ta­ri­na Bar­ley wies der Mi­nis­te­rin die „vol­le Ver­ant­wor­tung“für die Rechts­ex­tre­mis­mus-Af­fä­re bei der Trup­pe zu. Es sei „ein hand­fes­ter Skan­dal“, dass sich brau­ne Ter­rorNes­ter oh­ne Wis­sen der Ver­ant­wort­li­chen und des Mi­li­tä­ri­schen Ab­schirm­diens­tes bil­den konn­ten, sag­te Bar­ley im Interview mit un­se­rer Re­dak­ti­on. Es sei „er­bärm­lich“, jetzt zu sa­gen, „da­von ha­ben wir nichts ge­wusst“, sag­te sie. Im­mer­hin wer­de das Ver­tei­di­gungs­res­sort seit zwölf Jah­ren von CDU und CSU ge­führt. Die An­kün­di­gung in­ne­rer Re­for­men bei der Bun­des­wehr nann­te Bar­ley „Show­Po­li­tik“, die „ty­pisch“für von der Ley­en sei. De­ren Ak­tio­nis­mus kom­me viel zu spät und sei nur dem öf­fent­li­chen Druck ge­schul­det. Der Ver­bleib der Mi­nis­te­rin im Amt sei nicht si­cher.

Ent­schlos­sen trat Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ur­su­la von der Ley­en (CDU, hier mit ih­rem Be­ra­ter­stab) vor den Aus­schuss des Deut­schen Bun­des­ta­ges. Foto: dpa

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