Be­triebs­un­fall Ab­stieg wä­re heil­sam

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport - Sport@noz.de

Zu­ge­ge­ben, scha­de wä­re es schon, wenn die Fuß­ball-Bun­des­li­ga ih­ren letz­ten Dau­er­bren­ner ver­lie­ren wür­de. Wenn der Di­no aus Hamburg erst­ma­lig den Gang in die Zweit­klas­sig­keit an­tre­ten müss­te.

Aber für den HSV wä­re die­ser Schritt heil­sam. Birgt er doch die Chan­ce ei­ner in­ter­nen Rei­ni­gung, die längst über­fäl­lig ist und nur durch den Druck ei­nes Ab­stiegs wohl auch wirk­lich er­fol­gen wür­de. Mehr­fach ist der HSV in den ver­gan­ge­nen Jah­ren dem Ab­stieg nur in letz­ter Se­kun­de von der Schip­pe ge­sprun­gen. Nun droht die drit­te Re­le­ga­ti­on in vier Jah­ren. Der Ka­der ist Von Michae­la Streuff

wei­ter­hin über­teu­ert, bie­tet kaum Platz für ei­ge­ne Ta­len­te und Iden­ti­fi­ka­ti­ons­fi­gu­ren.

Der Ab­stieg aber wür­de not­wen­di­ge Schnit­te im Team zur Fol­ge ha­ben. Von ei­ni­gen über­be­zahl­ten Ak­teu­ren, die dem HSV mehr scha­den als wei­ter­hel­fen wie Pier­re-Mi­chel La­sog­ga und Jo­han Djou­rou, könn­te sich der Club ein­fa­cher tren­nen. Hin­zu kommt: Ein Be­triebs­un­fall Ab­stieg wä­re schnell aus­zu­bü­geln. Der Ver­trag von Trai­ner Markus Gis­dol, der dem Team wie­der ein Sys­tem ge­ge­ben hat, ist für die Zwei­te Li­ga gül­tig. HSV-Vor­stands­chef Bruch­ha­gen, der Ru­he in das zu­vor so un­ru­hi­ge Um­feld ge­bracht hat, und der vom ihm ver­pflich­te­te Sport­chef Jens Todt sind län­ger­fris­tig ge­bun­den. Das Trio kann den Neu­auf­bau des Teams ge­stal­ten. Gön­ner Klaus-Micha­el Küh­ne wür­de ei­nen Zweit­li­ga-Ka­der de lu­xe er­mög­li­chen. Be­din­gun­gen, bei de­nen der di­rek­te Wie­der­auf­stieg wohl pro­gram­miert wä­re. So wie jetzt in Stuttgart.

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