Ein Weck­ruf zur ge­ra­de noch rech­ten Zeit?

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Kultur Regional - S.lued­de­mann@noz.de

Kommt nun das Aus für die „licht­sicht“? Die An­kün­di­gung des Mä­zens Hein­rich W. Ris­ken, sich aus der Fi­nan­zie­rung des Kunst­pro­jek­tes zu­rück­zu­zie­hen, ist ei­ne schlech­te Nach­richt. Ris­ken setz­te den Im­puls für die „licht­sicht“. An ihm hing das gan­ze For­mat. Sein Aus­stieg be­en­det ei­ne Kon­stel­la­ti­on, die se­gens­reich und al­ter­na­tiv­los zu­gleich war. Nun zieht Ris­ken die Reiß­lei­ne, weil sich kei­ne

wei­te­ren För­de­rer fin­den. Das ver­steht sich auch nicht von selbst.

Teu­re Tech­nik und an­spruchs­vol­le Pro­jek­te ha­ben den „licht­sicht“-Etat in Hö­hen ge­trie­ben, bei de­nen Kom­mu­nen mit ih­ren schwa­chen Haus­hal­ten kaum mit­hal­ten kön­nen. Der Land­kreis Os­na­brück kon­zen­triert sich auf das Mu­se­um zur Va­rus­schlacht, das Land Nie­der­sach­sen hält sich of­fen­bar be­deckt. An­ge­sichts des her­aus­ra­gen­den Ni­veaus der „licht­sicht“ist die­se Zu­rück­hal­tung nur schwer zu ver­ste­hen.

Einst­wei­len bleibt ab­zu­war­ten, ob Ris­ken bei sei­nem Aus­stieg bleibt. Wo­mög­lich will er mit sei­nem Rück­zug ei­nen Weck­ruf set­zen. Jetzt soll­te es je­den­falls Ge­sprä­che ge­ben. Wenn sich wei­te­re För­de­rer fin­den, steigt Ris­ken wohl wie­der mit ein. Wo­mög­lich in­ter­es­sie­ren sich auch an­de­re Stand­or­te für das For­mat, das in der Kunst­land­schaft Ak­zen­te setzt. Zu­gleich er­scheint es schwer vor­stell­bar, dass Ris­ken sei­ner Bi­en­na­le wirk­lich ein für al­le Mal Le­be­wohl sagt.

Von Stefan Lüd­de­mann

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