„NRW-Mo­dell­pro­jekt zur Kin­der­för­de­rung ist ein Er­folg“

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik - lod

Das Mo­dell­pro­jekt der rot­grü­nen Lan­des­re­gie­rung „Kein Kind zu­rück­las­sen! Kom­mu­nen in NRW beu­gen vor“soll die Rah­men­be­din­gun­gen für ein ge­lin­gen­des Auf­wach­sen von Kin­dern und Ju­gend­li­chen ver­bes­sern, so die Ber­tels­mann-Stif­tung, die das Pro­jekt mit­fi­nan­ziert. Laut Lan­des­che­fin Han­ne­lo­re Kraft (SPD) ist das Pro­jekt ein Er­folg. Zwi­schen 2012 und 2015 sind in 15 Städ­ten und drei Krei­sen die Netz­wer­ke ver­dich­tet wor­den zwi­schen Heb­am­men, Bil­dungs­ein­rich­tun­gen, Trai­nern, Ju­gend­äm­tern und Po­li­zei zu­guns­ten der Ju­gend­ar­beit. Da Prä­ven­ti­on lang­fris­tig wirkt, sei­en fis­ka­li­sche Ef­fek­te erst spä­ter zu er­war­ten, so die Initia­to­ren. So hat das Land für das vier­jäh­ri­ge Mo­dell­pro­jekt 1,9 Mil­lio­nen Eu­ro ge­zahlt, oh­ne so­zia­le Kos­ten ein­zu­spa­ren. Die CDU in NRW kri­ti­siert die­se Rech­nung. Auch weil seit dem Pro­jekt die Ar­mut zu­ge­nom­men hat – auch in den Pro­jekt­kom­mu­nen: 2015 gab es 541 572 ar­muts­ge­fähr­de­te Kin­der in NRW. Das sind 36 500 mehr als 2011. Au­ßer­dem lag der An­teil der Ju­gend­li­chen oh­ne Schul­ab­schluss kon­stant bei rund fünf Pro­zent. SPD und Ber­tels­mann ver­tei­di­gen ihr Pro­jekt und nen­nen Teil­er­fol­ge: zum Bei­spiel Ki­ta-Kin­der in Bie­le­feld, die dank Sprach­för­de­rung mess­ba­re Fort­schrit­te mach­ten. In Un­na sei der Ju­gend­hil­fe­etat we­gen frü­her Fa­mi­li­en­be­ra­tung um ei­ne Mil­li­on Eu­ro ent­las­tet wor­den, in Düs­sel­dorf ge­be es dank neu­er Sport­an­ge­bo­te we­ni­ger über­ge­wich­ti­ge Kin­der.

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