Ziel: Le­ben im Kreis in­di­vi­du­ell ver­bes­sern

Frank Sun­der­mann stellt sich er­neut für die SPD zur Wahl

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Westfälische Tagespost - Von Jes­si­ca von den Ben­ken

Wenn es um den Düs­sel­dor­fer Land­tag geht, ist SPD-Kan­di­dat Frank Sun­der­mann so et­was wie der Ti­tel­ver­tei­di­ger im Wahl­kreis 83, Kreis St­ein­furt III. 2010 erst­mals in den NRW-Land­tag ge­wählt, 2012 Wie­der­wahl – und 2017? Bil­dung und Ar­beit sind für den Wes­ter­kap­pel­ner Kern­the­men.

Frank Sun­der­mann ist 51 Jah­re alt und wohnt mit sei­ner Frau und sei­nen bei­den Töch­tern in Wes­ter­kap­peln. Nach dem Abitur in Ib­ben­bü­ren leis­te­te er sei­nen Zi­vil­dienst in der in­di­vi­du­el­len Schwerst­be­hin­der­ten­be­treu­ung. Dem schloss sich ei­ne Aus­bil­dung zum Fried­hofs­gärt­ner mit an­schlie­ßen­dem Gar­ten­bau­stu­di­um in Os­na­brück an. Seit 1994 ist der Gar­ten­bau­in­ge­nieur in der Ent­sor­gungs­bran­che tä­tig.

Fuß­ball und Gar­ten

Sei­ne Frei­zeit ver­bringt er ger­ne als Trai­ner und Be­treu­er auf dem Fuß­ball­platz beim SC Vel­pe Süd oder zu Hau­se im Gar­ten. „Wenn ich auf un­se­rer Hol­ly­wood­schau­kel sit­ze und über das Teck­len­bur­ger Land schaue, kann ich mich vom oft tur­bu­len­ten All­tag er­ho­len“, er­klärt er.

Po­li­ti­siert und ge­prägt wur­de Sun­der­mann durch die Frie­dens­be­we­gung. 1982 trat er der SPD bei. „Da­zu hat­te mich die mo­ra­lisch in­ak­zep­ta­ble Form der Ab­wahl von Hel­mut Schmidt mo­ti­viert“, er­in­nert er sich. 1993 wur­de er erst­ma­lig in den Wes­ter­kap­pel­ner Rat ge­wählt, und seit 1999 ist er dort SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der. Ein Jahr spä­ter kam er für den Wahl­kreis St­ein­furt III „Teck­len­bur­ger Land“als Di­rekt­kan­di­dat in den Land­tag von Nord­rhein­West­fa­len. 2012 wur­de er wie­der­ge­wählt.

Wirt­schafts- und en­er­gie­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Frak­ti­on im Land­tag, Mit­glied im Um­welt­aus­schuss und Vor­sit­zen­der des Un­ter­aus­schus­ses für Berg­bau­si­cher­heit ist er seit 2015. Auch im Auf­sichts­rat der Stadt­wer­ke Teck­len­bur­ger Land ist Sun­der­mann seit drei Jah­ren ak­tiv.

Für mehr Ge­rech­tig­keit

Haupt­an­trieb für sein po­li­ti­sches En­ga­ge­ment sei die Mög­lich­keit, die sich da­durch bie­te, das Le­ben ein­zel­ner Men­schen in­di­vi­du­ell zu ver­bes­sern und da­durch ei­nen Bei­trag zu leis­ten für ei­ne ins­ge­samt ge­rech­te­re Ge­sell­schaft, er­klärt er. In den kom­men­den fünf Jah­ren sei es für ihn wich­tig, sich für den kos­ten­lo­sen Zu­gang zu Bil­dung von der Ki­ta über die Schu­le bis ins Stu­di­um so­wie im Be­reich der Meis­ter­aus­bil­dung ein­zu­set­zen. Auch müs­se durch ge­ziel­te Lan­des­för­de­rung NRW noch at­trak­ti­ver ge­macht wer­den für in­no­va­ti­ve, in der Re­gi­on nach­hal­tig ak­ti­ve Un­ter­neh­men, die Ar­beits­plät­ze er­hal­ten und schaf­fen.

„Ein wei­te­res wich­ti­ges The­ma sind die be­son­de­ren Her­aus­for­de­run­gen des länd­li­chen Rau­mes bei­spiels­wei­se im Be­reich In­fra­struk­tur, Nah­ver­sor­gung und ÖPNV“, so Sun­der­mann. Die­se The­men soll­ten nach­hal­tig durch das Land auf­ge­grif­fen wer­den. Die Le­a­der-Pro­jek­te – För­der­maß­nah­men der Eu­ro­päi­schen Uni­on zur Ent­wick­lung des länd­li­chen Rau­mes – sei­en hier ein An­fang.

(Aus-)Bil­dung für al­le

Drän­gen­de Fra­gen im Wahl­kreis sind für ihn zum ei­nen der Man­gel an Fach­ar­bei­tern. Die­ser wer­de mehr und mehr zum Hemm­nis wirt­schaft­li­cher Ent­wick­lung in der Re­gi­on.

Zwei Din­ge sei­en hier aus sei­ner Sicht wich­tig: Ers­tens müs­se man da­für sor­gen, dass kein Schü­ler nach dem Schul­ab­schluss oh­ne An­schluss blei­be, al­so mög­lichst ei­nen Aus­bil­dungs­platz er­hal­te. Zwei­tens müs­se man Pro­gram­me auf­le­gen, da­mit die Men­schen, die in den letz­ten Jah­ren oh­ne Aus­bil­dung ge­blie­ben sind, ei­ne zwei­te oder auch drit­te Chan­ce be­kom­men. „Das ist gut für je­den ein­zel­nen Be­trof­fe­nen, aber auch für die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung in der Re­gi­on ins­ge­samt.“

Ein Wo­che­n­en­de in sei­nem Wahl­kreis wür­de Sun­der­mann ger­ne mit Chris­ti­an Lind­ner, Bun­des­vor­sit­zen­der der FDP, ver­brin­gen. Ihn wür­de er zur Feu­er­wehr, zum Ju­gend­fuß­ball­trai­ning, zur Ta­fel ins So­zi­al­kauf­haus und an an­de­re Stel­len mit­neh­men, die we­sent­lich durch den Ein­satz Eh­ren­amt­li­cher ge­tra­gen wer­den. „Ich wür­de ihm so zei­gen, dass der Markt eben nicht al­les re­gelt, son­dern dass ei­ne funk­tio­nie­ren­de Ge­sell­schaft die vie­len braucht, die sich ein­fach so für ih­re Mit­men­schen ein­set­zen.“

Und wer kommt für Sun­der­mann als mög­li­cher Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner in­fra­ge? Sei­ne Ant­wort ist klar: „Wich­tig ist mir zu­nächst, dass wir in ei­ner Ko­ali­ti­on mög­lichst viel von dem, was wir uns vor­ge­nom­men ha­ben, um­set­zen kön­nen. Ei­ne Zu­sam­men­ar­beit mit der AfD schlie­ße ich aus. Ich hal­te auch die Lin­ken in NRW nicht für re­gie­rungs­fä­hig.“

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Blick ins Teck­len­bur­ger Land: Der Wes­ter­kap­pel­ner SPD-Kan­di­dat Frank Sun­der­mann ist seit 2010 im Düs­sel­dor­fer Land­tag im Ein­satz für sei­ne Hei­mat­re­gi­on. Fo­to: Jes­si­ca von den Ben­ken

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