Wie­der­ent­de­ckung der Wohl­fühl­oa­sen

NOZ-Se­rie Qu­er­beet: Gar­ten­bran­che boomt be­son­ders in Nie­der­sach­sen und Bremen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Vorderseite -

Der Gar­ten­sek­tor flo­riert: Die Deut­schen in­ves­tie­ren Geld und Zeit in ih­re Grün­flä­chen, was Gar­ten­bau und In­dus­trie sta­bi­le Wachs­tums­ra­ten be­schert. Nie­der­sach­sen sticht da­bei her­aus.

Von Lo­re­na Dreu­si­cke und Bas­ti­an Klen­ke

„Die Stim­mung in der grü­nen Bran­che ist gut – der frü­he und lang an­hal­ten­de Früh­ling lie­fert die bes­ten Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne er­folg­rei­che Sai­son“, teilt der In­dus­trie­ver­band Gar­ten (IVG) in sei­ner Aus­sicht auf die Gar­ten­sai­son 2017 mit. „Für vie­le Deut­sche steht der Gar­ten als Rück­zugs­ort nach wie vor im Fo­kus.“Was der Ver­band er­war­tet, zeigt sich auch in ak­tu­el­len Zah­len: 225 Eu­ro ga­ben die Deut­schen im ver­gan­ge­nen Jahr durch­schnitt­lich für Gar­ten­pro­duk­te aus. Das ist mehr als der eu­ro­päi­sche Durch­schnitt (176 Eu­ro). Eu­ro­päi­scher Spit­zen­rei­ter sind die Nie­der­län­der, die jähr­lich 377 Eu­ro aus­ge­ben.

Nichts­des­to­trotz ist Deutsch­land nach An­ga­ben des Bran­chen­ver­ban­des der wich­tigs­te Ein­zel­markt in der EU. Mit ei­nem Jah­res­um­satz 2016 von rund 18 Mil­li­ar­den Eu­ro bleibt der Gar­ten­markt ein Wachs­tums­sek­tor.

Vor al­lem in Nie­der­sach­sen und Bremen boomt der Gar­ten- und Land­schafts­bau. Der Um­satz der Be­trie­be stieg 2016 um 9,4 Pro­zent auf ei­nen Re­kord­wert von 866 Mil­lio­nen Eu­ro. „Das ist bun­des­weit mit Ab­stand die höchs­te Stei­ge­rungs­ra­te“, sag­te Reinhard Schra­der, stell­ver­tre­ten­der Ge­schäfts­füh­rer vom Ver­band Gar­ten-, Land­schafts- und Sport­platz­bau Nie­der­sach­sen-Bremen. Mehr als die Hälf­te der Um­sät­ze macht die grü­ne Bran­che mit Zim­mer- und Gar­ten­pflan­zen. Der Rest ent­fällt auf Er­den und Dün­ger, Gar­ten­ge­rä­te und -mö­bel so­wie Was­ser­an­la­gen und Gril­laus­stat­tung.

Al­ler­dings spü­ren nicht al­le Händ­ler et­was von der Gartenlust der Ver­brau­cher. Die Deut­schen kau­fen Schnitt­blu­men, Gar­ten­pflan­zen und Zu­be­hör zu­neh­mend in Fach­gar­ten­cen­tern, aber auch in Bau­märk­ten, Mö­bel­häu­sern und Dis­coun­tern. Da­ge­gen bü­ßen Blu­men­fach­ge­schäf­te, Gärt­ne­rei­en und Baum­schu­len an Markt­an­teil ein.

In den kom­men­den vier Wo­chen wid­met sich un­se­re Re­dak­ti­on aus­führ­lich dem The­ma Gar­ten mit all sei­nen Fa­cet­ten. War­um Gär­ten für uns wah­re Wohl­fühl­oa­sen sind und wel­che Tipps und Tricks uns bei He­ge und Pfle­ge hel­fen, le­sen Sie in un­se­rer Gar­ten-Se­rie „Qu­er­beet“.

Ein Plätz­chen im hei­mi­schen Gar­ten ist ku­sche­lig und regt die Fan­ta­sie an: Den Deut­schen ist ihr Gar­ten hei­lig. Fo­to: El­frie­de Knü­ven

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