Au­ßen­mi­nis­ter Kurz will Neu­wah­len in Ös­ter­reich

Re­gie­rungs­kri­se ver­schärft sich

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik -

In Ös­ter­reich wei­tet sich die Re­gie­rungs­kri­se aus. Au­ßen­mi­nis­ter Se­bas­ti­an Kurz (ÖVP) sprach sich in ei­ner per­sön­li­chen Er­klä­rung für vor­ge­zo­ge­ne Neu­wah­len aus. Ein vor­zei­ti­ges En­de der rot-schwar­zen Ko­ali­ti­on sei der ein­zig rich­ti­ge Weg, um den Dau­er­wahl­kampf im Land zu be­en­den. Kanz­ler und SPÖ-Chef Chris­ti­an Kern will da­ge­gen mit wech­seln­den Mehr­hei­ten re­gie­ren, soll­te die ÖVP die Ko­ali­ti­on ver­las­sen.

„Wir wol­len kei­ne Neu­wah­len, wir wer­den wei­ter ver­su­chen, im Par­la­ment sach­po­li­ti­sche Lö­sun­gen zu er­zie­len“, sag­te Kern der Zei­tung „Die Pres­se“. Zugleich droh­te er der ÖVP mit dem En­de der rot-schwar­zen Zu­sam­men­ar­beit für „sehr lan­ge Zeit“. Aus Sicht von Kurz wür­den da­ge­gen bei ei­ner Fort­set­zung der Ko­ali­ti­on mit der SPÖ bald wie­der Mi­ni­mal-Kom­pro­mis­se ge­schlos­sen, „die in Wahr­heit das Land nicht wirk­lich ver­än­dern“wür­den. Er ha­be für die­se Hal­tung nicht das Man­dat sei­ner Par­tei. „Ich bin mir be­wusst, dass es vie­le in der ÖVP an­ders se­hen.“

Ob er, wie von den Kon­ser­va­ti­ven ge­wünscht, de­ren neu­er Vor­sit­zen­der wer­de, sei noch un­klar. Das hän­ge da­von ab, ob man sei­nen Vor­stel­lun­gen ent­ge­gen­kom­me. „So, wie es war, so kann es nicht blei­ben“, stell­te Kurz klar. Ei­ne mo­der­ne po­li­ti­sche Kraft müs­se die bes­ten Köp­fe zu­las­sen. Kurz gilt als die ein­zi­ge gro­ße Hoff­nung der Kon­ser­va­ti­ven in Ös­ter­reich. Der Par­tei­vor­stand will am Sonn­tag ent­schei­den, ob er den 30-Jäh­ri­gen als neu­en ÖVPVor­sit­zen­den no­mi­niert.

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