Zoff zwi­schen Li­ga und DVV-Trai­ner

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport -

Der Zoff um den Wech­sel von Vol­ley­bal­lNa­tio­nal­spie­ler Ru­ben Schott es­ka­liert. Der Pro­fi selbst ver­tei­dig­te sei­nen Schritt zu Re­vi­v­re Po­wer­vol­ley Mai­land, den Bun­des­trai­ner Andrea Gia­ni im Zweit­job coacht. Der Deut­sche Vol­ley­ball-Ver­band (DVV) wehrt sich ge­gen hef­ti­ge Vor­wür­fe der Berlin Vol­leys. Und auch die Vol­ley­ball-Bun­des­li­ga (VBL) kri­ti­sier­te Gia­ni.

„Sei­tens der Vol­ley­bal­lBun­des­li­ga kann das Ver­hal­ten des neu­en Bun­des­trai­ners Gia­ni nicht to­le­riert wer­den“, er­klär­te VBL-Vi­ze­prä­si­dent Andre­as Bahl­burg . Die Ver­bin­dung sei­ner „aus­län­di­schen Trai­ner­tä­tig­keit und sei­ner Bun­des­trai­ner­tä­tig­keit hier in Deutsch­land“als Vor­teil zu nut­zen, um deut­sche Nach­wuchs­ta­len­te zu sei­nem Ver­ein zu ho­len, oh­ne dies mit dem Schot­tVer­ein im Vor­feld ab­zu­klä­ren, sei „schlech­ter Stil und pro­vo­ziert ei­nen In­ter­es­sen­kon­flikt“.

DVV-Sport­di­rek­tor Chris­ti­an Dün­nes hielt da­ge­gen: „Andrea Gia­ni hat Ru­ben Schott kei­nes­falls ab­ge­wor­ben.“Und auch der Bun­des­trai­ner selbst wies den Ver­dacht, er ha­be aus Ei­gen­nutz ge­gen die In­ter­es­sen des deut­schen Vol­ley­balls ge­han­delt, strikt zu­rück.

Gia­ni be­ton­te, er ha­be auf die An­fra­ge von Schotts Be­ra­ter re­agiert. „Ich ha­be ge­ant­wor­tet, dass mein Club in­ter­es­siert wä­re, weil ich den­ke, dass er ein gu­ter Spie­ler ist, aber ich ha­be Ru­ben nie an­ge­ru­fen oder ihn ver­sucht zu über­re­den“, so der Ita­lie­ner.

Da­ge­gen er­klär­te Ka­weh Ni­roo­mand, der Ma­na­ger von Schotts bis­he­ri­gem Club Berlin Vol­leys: „Ru­ben geht doch nur des­halb nach Mai­land, weil Gia­ni dort Trai­ner ist und er sich da­durch bes­se­re Chan­cen in der Na­tio­nal­mann­schaft ver­spricht.“Sei­ne Vor­wür­fe wür­den sich kei­nes­wegs ge­gen Schott rich­ten: „Ru­ben hat von sei­ner War­te aus al­les rich­tig ge­macht“, sag­te Ni­roo­mand: Der Vor­gang sei durch Gia­nis Dop­pel­funk­ti­on „ein Skan­dal“.

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