Mit Ha­ken und Ösen – 2:3

Eis­ho­ckey-WM: Deut­sches Team un­ter­liegt ge­gen Dä­ne­mark in der Ver­län­ge­rung

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport -

Nach dem Wir­bel um Tor­hü­ter Tho­mas Greiss hat Deutsch­lands Eis­ho­ckey­Na­tio­nal­team bei der Heim-WM ei­nen schwe­ren Dämp­fer er­hal­ten. Oh­ne den NHL-Kee­per un­ter­lag das deut­sche Team am Frei­tag­abend mit 2:3 (2:2, 0:0, 0:0) nach Ver­län­ge­rung ge­gen Dä­ne­mark – und muss nun um die Teil­nah­me am Vier­tel­fi­na­le ban­gen.

Von Cars­ten Lap­pe

KÖLN. Be­reits am Sams­tag ge­gen Ita­li­en (20.15 Uhr/Sport 1) muss Deutsch­land eben­so un­be­dingt ge­win­nen wie am Di­ens­tag im letz­ten Vor­run­den­spiel ge­gen Lett­land.

Vor 18629 Zu­schau­ern in der aus­ver­kauf­ten Are­na in Köln war die schnel­le 2:0Füh­rung durch To­re von Patrick Rei­mer (9. Mi­nu­te) und Brooks Macek (10.) zu we­nig. Für den WM-Gast­ge­ber von 2018 tra­fen Fre­de­rik Storm (17.) und Mor­ten Poul­sen (17.) per Dop­pel­schlag so­wie Pe­ter Re­gin (62.) in der Zu­satz­spiel­zeit.

„Wir ha­ben ein gu­tes Spiel ge­macht. Der ein­zi­ge Vor­wurf, den man uns ma­chen kann, ist, dass wir die To­re nicht ge­macht ha­ben. Das ist für uns na­tür­lich jetzt frus­trie­rend“, sag­te Ka­pi­tän Chris­ti­an Ehr­hoff und lob­te Dä­ne­marks star­ken Schluss­mann Se­bas­ti­an Dahm.

Zu al­lem Über­fluss droht mit Mo­ritz Mül­ler nach NHL-Tor­jä­ger To­bi­as Rie­der ein wei­te­rer Spie­ler nun ver­letzt aus­zu­fal­len. Der Ver­tei­di­ger der Köl­ner Haie muss­te be­reits im ers­ten Drit­tel in die Ka­bi­ne und kam nicht wie­der aufs Eis. Da­für könn­te am Sams­tag NHL-Star Le­on Drai­saitl erst­mals bei der WM auf­lau­fen. Der 21 Jah­re al­te Play­off-Top­s­corer der Ed­mon­ton Ein Kampf bis an die Gren­zen: Hier müs­sen Deutsch­lands Ya­sin Eh­liz (2. von links) und Dä­ne­marks Ni­cho­las Jen­sen (rechts) von den Schieds­rich­tern ge­trennt wer­den.

Oi­lers soll nach dem Sai­son-Aus in der nord­ame­ri­ka­ni­schen Pro­fi­li­ga am Sams­tag­vor­mit­tag in Frank­furt lan­den. „Ich glau­be das erst, wenn er auch wirk­lich da ist. Wir müs­sen uns dann un­ter­hal­ten, wie er sich fühlt“, sag­te Bun­des­trai­ner Mar­co Sturm, der ge­gen Dä­ne­mark auf ei­nen an­de­ren NHL-Spie­ler ver­zich­te­te.

Tor­hü­ter Greiss von den New York Is­lan­ders saß of­fi­zi­ell we­gen ei­ner leich­ten Ver­let­zung nur auf der Bank. Des­sen Ver­tre­ter Dan­ny aus

den Bir­ken vom deut­schen Meis­ter EHC Red Bull Mün­chen sah zu­min­dest beim zwei­ten Ge­gen­tor nicht gut aus. Nur 25 Se­kun­den zu­vor hat­te Storm den An­schluss er­zielt. Da­mit war das 2:0 nach star­kem deut­schen Be­ginn da­hin.

Das DEB-Team hat­te sich zu­nächst un­be­ein­druckt von den Vor­wür­fen an Greiss ge­zeigt (sie­he wei­te­ren Be­richt auf die­ser Seite).

Al­ler­dings schien die Af­fä­re das deut­sche Team zu­min­dest am Frei­tag eher zu be­flü­geln.

An­ders als beim 3:2-Zit­ter­sieg ge­gen die Slo­wa­kei am Mitt­woch nach Pen­al­ty­schie­ßen be­gann Deutsch­land stark. Mit ei­nem se­hens­wer­ten Vol­ley-Tor von Tor­jä­ger Rei­mer ging der WMGast­ge­ber in Füh­rung, Mün­chens Macek leg­te schnell nach. Nach dem un­glück­li­chen Aus­gleich war Deutsch­land im letz­ten Drit­tel klar über­le­gen, nutz­te aber auch in der Ver­län­ge­rung nicht die Chan­cen zum Sieg und wur­de durch Reg­ins Kon­ter­tor be­straft. Lei­der nicht feh­ler­frei:

DEB-Tor­hü­ter Dan­ny aus den Bir­ken. Fo­to: imago/Beaut.

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