Hei­rats­an­trag auf der ESC-Büh­ne

Ma­ze­do­ni­sche Sän­ge­rin den­noch nicht im Fi­na­le – Buch­ma­cher se­hen kei­ne gro­ßen Chan­cen für Le­vina

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Weltspiegel -

We­nig Skur­ri­les bot am Don­ners­tag­abend das zwei­te Halb­fi­na­le des ESC. Ru­mä­ni­en jo­delt sich ins Fi­na­le, die Schweiz muss ein­pa­cken. Den größ­ten Ap­plaus ern­te­te ein Hei­rats­an­trag.

KIEW. Der auf­re­gends­te Mo­ment für die ma­ze­do­ni­sche Sän­ge­rin Ja­na Bur­ces­ka („Dan­ce Alo­ne“) beim Halb­fi­na­le des Eu­ro­vi­si­on Song Con­test (ESC) war nicht ihr Auf­tritt. Un­mit­tel­bar vor der Ver­kün­dung der Ent­schei­dung ging ihr Freund Alex­an­der vor ei­nem Mil­lio­nen­pu­bli­kum auf die Knie. „Willst du mich hei­ra­ten?“, frag­te er die 23Jäh­ri­ge. Dann zück­te er ei­nen Ring, und die Ant­wort von Ja­na Bur­ces­ka war klar: „Ja!“Mo­de­ra­tor Ti­mur war be­geis­tert. „Das ist wohl der ers­te Hei­rats­an­trag im Eu­ro­vi­si­on Song Con­test“, sag­te er. Nach so viel Herz­schmerz konn­te Bur­ces­ka wohl ihr Schei­tern ver­kraf­ten: Sie be­kam zu we­nig An­ru­fe der Zu­schau­er und schaff­te es nicht ins ESC-Fi­na­le.

Was noch ge­schah: Ei­ne Jo­del-Rap-Ein­la­ge aus Ru­mä­ni­en („Yo­del It!“) setz­te sich ge­gen das Al­pen­land Schweiz durch. Der Ös­ter­rei­cher Nat­han Trent über­zeug­te in Kiew mit sei­nem Lied „Run­ning On Air“, auch Is­ra­el schaff­te mit „I Feel Ali­ve“den Sprung ins heu­ti­ge ESC-Fi­na­le. Der Bul­ga­re Kris­ti­an Kos­tow darf eben­falls noch ein­mal auf­tre­ten. Er gilt Über­ra­schen­der Mo­ment beim zwei­ten ESC-Halb­fi­na­le: Die ma­ze­do­ni­sche Kan­di­da­tin Ja­na Bur­ces­ka er­hält von ih­rem Freund Alex­an­der ei­nen Hei­rats­an­trag. An­schlie­ßend zeigt sie den Jour­na­lis­ten den Ver­lo­bungs­ring.

als ei­ner der Fa­vo­ri­ten der Buch­ma­cher. Beim Pu­bli­kum im In­ter­na­tio­na­len Aus­stel­lungs­zen­trum in Kiew kam be­son­ders der weiß­rus­si­sche Bei­trag des Du­os Na­vi­band „Sto­ry Of My Li­fe“an. Vie­le Fans fa­vo­ri­sier­ten die Grup­pe aus dem Nach­bar­land, die auf Weiß­rus­sisch sang.

Zehn Län­der hat­ten sich mit ih­ren Bei­trä­gen schon in ei­nem ers­ten Halb­fi­na­le am

Di­ens­tag qua­li­fi­ziert – dar­un­ter Aus­tra­li­en, Bel­gi­en und Por­tu­gal. Die Deut­sche Le­vina tritt auf Platz 21 mit ih­rem Song „Per­fect Li­fe“wie die Kan­di­da­ten aus Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en, Ita­li­en, Spa­ni­en und Gast­ge­ber­land Ukrai­ne di­rekt im Fi­na­le an. Die Buch­ma­cher se­hen al­ler­dings den ita­lie­ni­schen Sän­ger Fran­ces­co Gab­ba­ni („Occi­den­ta­li’ s Kar­ma“) als haus­ho­hen

Fa­vo­ri­ten. Le­vina wer­den hin­ge­gen kei­ne gro­ßen Chan­chen ein­ge­räumt. Bei den Buch­ma­chern ran­giert sie auf Platz 18.

Un­ter­des­sen hat sich die Ge­sell­schaft für deut­sche Spra­che für deut­sche Lied­tex­te bei dem Wett­be­werb aus­ge­spro­chen. „Der Reiz ei­nes sol­chen Wett­be­werbs liegt doch in der kul­tu­rel­len Viel­falt“, teil­te Ge­schäfts­füh­re­rin

Andrea-Eva Ewels ges­tern in Wiesbaden mit. Es ge­he „nicht um Deutsch­tü­me­lei, son­dern um die För­de­rung der deut­schen Spra­che“. Als Vor­bil­der, die für die gu­te Qua­li­tät deutsch­spra­chi­ger Mu­sik stün­den, nann­te Ewels Her­bert Grö­ne­mey­er, Udo Lin­den­berg, Andre­as Bou­ra­ni, He­le­ne Fi­scher, die Fan­tas­ti­schen Vier, To­co­tro­nic und die To­ten Ho­sen.

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