Tipps für den Miet-Cam­per

Ur­laub im Wohn­mo­bil

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Wohnwelt -

KÖLN. Der Wohn­mo­bilBoom in Deutsch­land ist seit Jah­ren un­ge­bro­chen. Doch statt viel Geld in ei­nen ei­ge­nen Cam­per zu in­ves­tie­ren, kann man die Frei­heit und Fle­xi­bi­li­tät der mo­bi­len Fe­ri­en­woh­nung auch mit ei­nem Miet­fahr­zeug ge­nie­ßen. Ein we­nig Pla­nung und Vor­be­rei­tung ist für ei­nen sol­chen Ural­bus-Trip nö­tig.

Zu­nächst ein­mal muss man klä­ren, ob man ein Wohn­mo­bil über­haupt mie­ten darf. Ei­ne Gr­und­vor­aus­set­zung: Man muss min­des­tens 21 Jah­re alt sein. Au­ßer­dem braucht man den pas­sen­den Füh­rer­schein. Ist die­ser vor dem 1. Ja­nu­ar 1999 aus­ge­stellt, darf man bis zu 7,49 Ton­nen schwe­re Fahr­zeu­ge be­we­gen. Wer ei­ne jün­ge­re Li­zenz und nicht zu­sätz­lich die Klas­se C1 er­wor­ben hat, ist auf ma­xi­mal 3,5 Ton­nen be­schränkt.

Der ADAC rät, ein Mie­tW­ohn­mo­bil mög­lichst früh­zei­tig zu bu­chen. Wenn man sei­nen Ur­laub in den Som­mer­fe­ri­en Ein Wohn­mo­bil plant und viel­leicht noch ein be­stimm­tes Mo­dell vor Au­gen hat, emp­fiehlt sich ein hal­bes Jahr Vor­lauf­zeit. Bucht man noch eher, lo­cken oft­mals so­gar Früh­bu­cher­ra­bat­te. Wer hin­ge­gen kurz­fris­tig an­mie­ten will, soll­te in Hin­blick auf Zei­t­raum und Fahr­zeug fle­xi­bel sein. Das gilt üb­ri­gens auch für Cam­ping­plät­ze. Nicht sel­ten sind die­se in der Haupt­sai­son aus­ge­bucht, wes­halb hier früh­zei­ti­ge Re­ser­vie­run­gen rat­sam sind. In der Re­gel wer­den Wohn­mo­bi­le wo­chen­wei­se ver­mie­tet, in der Ne­ben­sai­son ist auch ei­ne kür­ze­re Miet­dau­er mög­lich. Ab drei Wo­chen ge­wäh­ren ei­ni­ge An­bie­ter Lang­zeit-Ra­bat­te.

Bei der Wahl des Miet­mo­bils soll­te man dar­auf ach­ten, dass das Fahr­zeug auch min­des­tens so viel zu­ge­las­se­ne Sitz­plät­ze be­sitzt wie Pas­sa­gie­re an Bord sind. Wer Kin­der­sit­ze braucht, bringt die­se sel­ber mit oder bucht sie mög­lichst früh beim Ver­mie­ter. Au­ßer­dem soll­te man auf die An­zahl der Schlaf­plät­ze ach­ten. Zwar bie­ten vie­le Ca­ra­vans va­ria­ble Bet­ten. Im Ur­laubs-All­tag sind sol­che aber Lö­sun­gen oft um­ständ­lich und die Not­bet­ten zu­dem meist un­be­quem.

Bei der Über­ga­be des Wohn­mo­bils soll­te man sich Zeit für die Ein­wei­sung neh­men. Die Er­klä­rung der Funk­ti­ons­wei­se von Du­sche, Toi­let­te, Herd so­wie die Hand­ha­bung von Fä­ka­li­e­n­und Frisch­was­ser­tank kann bis zu ei­ner St­un­de dau­ern. Au­ßer­dem soll­te man vor der Über­ga­be bei ei­nem Rund­gang ge­nau nach Schä­den Aus­schau hal­ten – auch auf dem Dach.

Un­ge­üb­te müs­sen sich erst an die be­son­de­ren Ab­mes­sun­gen ei­nes Wohn­mo­bils ge­wöh­nen. Wer un­si­cher ist, soll­te ein paar Übungs­run­den auf dem Ge­län­de des Ver­mie­ters dre­hen. Da klei­ne Rem­pe­lei­en leicht pas­sie­ren, ist der Ab­schluss ei­ner Voll­kas­ko­ver­si­che­rung rat­sam. Oft­mals liegt die Selbst­be­tei­li­gung da­bei recht hoch. Mit Zu­satz­ver­si­che­run­gen lässt sich die­ser An­teil re­du­zie­ren.

Grund­sätz­lich emp­fiehlt sich ei­ne ge­las­se­ne Fahr­wei­se mit Wohn­mo­bi­len. Rei­sen statt ra­sen, lau­tet das Mot­to. Auf der Au­to­bahn rei­chen 90 bis 110 km/h. Mit zu­neh­men­der Ge­schwin­dig­keit wer­den Wohn­mo­bi­le in­sta­bi­ler, zu­dem steigt der Ver­brauch be­trächt­lich. Wer durch Tun­nel fährt, soll­te mit ei­nem Wohn­mo­bil zu­dem kei­ne Lkw über­ho­len. Hier kann ein Un­ter­druck ent­ste­hen, der bei­de Fahr­zeu­ge zu­ein­an­der zieht.

kann man sich auch mie­ten. Da­bei soll­te man ein paar Din­ge be­ach­ten. Fo­to: ADAC

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.