Till Brön­ner

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Im Gespräch -

wird am 6. Mai 1971 in Viersen ge­bo­ren. Nach dem Abitur stu­diert er Jazz­trom­pe­te an der Hoch­schu­le für Mu­sik in Köln, spielt im Bun­des­jaz­zor­ches­ter (Bu­jaz­zo) und in der RIAS Big Band. Be­reits 1993 er­scheint sein ers­tes Al­bum „Ge­ne­ra­ti­ons of Jazz“. Von die­sem Mo­ment an spal­tet der Trom­pe­ter die Jazz­welt: Er ge­winnt den Preis der Deut­schen Schall­plat­ten­kri­tik, wird zu Talk­shows ins Fern­se­hen ein­ge­la­den, er­langt gro­ße Po­pu­la­ri­tät – und ge­nau die ist man­chen Jazz­pu­ris­ten su­spekt. Trotz­dem spielt Brön­ner mit in­ter­na­tio­na­len Grö­ßen wie Da­ve Brubeck, To­ny Ben­nett, Nils Land­gren, Klaus Dol­din­ger und vie­len mehr. 18 Stu­dio­al­ben hat Brön­ner bis­her auf­ge­nom­men, de­ren Band­brei­te von strei­cher­um­rank­ter Film­mu­sik bis zum Jazz­rock reicht. Par­al­lel da­zu hat er für Hil­de­gard Knef kom­po­niert oder die No An­gels zum Swin­gen ge­bracht, Auf dem ak­tu­el­len Al­bum „The Good Li­fe“be­sinnt er sich auf den Swing der Drei­ßi­ge­rund Vier­zi­ger­jah­re. Seit 2009 hat Brön­ner ei­ne Pro­fes­sur an der Hoch­schu­le für Mu­sik in Dres­den in­ne. Au­ßer­dem macht er sich für ein Hou­se of Jazz in Berlin stark. Für die­ses Jazz­kom­pe­tenz­zen­trum hat Brön­ner Geld ge­sam­melt – und Ge­gen­wind er­fah­ren. Der Mann po­la­ri­siert eben.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.