War­um der VfL den Würz­bur­ger Ki­ckers die Dau­men drückt

Ex­akt 281 Li­la-Wei­ße in Zwi­ckau da­bei – Osnabrück am Sams­tag Schau­platz im Ab­stiegs­kampf-Fi­na­le der 3. Li­ga

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport Regional -

„Es wa­ren 7322 Zu­schau­er im Sta­di­on, da­von 281 Fans des VfL Osnabrück“. Da­ni­el Sa­cher, Pres­se­spre­cher des FSV Zwi­ckau, nahm es zum Auf­takt der Pres­se­kon­fe­renz ganz ge­nau. Ob die Zahl tat­säch­lich ex­akt pass­te oder nicht – knapp 300 Fans sorg­ten beim letz­ten Aus­wärts­spiel und ei­ne Wo­che nach der He­implei­te ge­gen Fortu­na Köln für ei­ne be­ein­dru­cken­de li­la-wei­ße Prä­senz im Sta­di­on Zwi­ckau.

In der klei­nen, funk­tio­nel­len Are­na spielt der Neu­ling seit dem Sprung in die 3. Li­ga; das Heim­spiel um den Auf­stieg muss­te der FSV noch in Plau­en aus­tra­gen, weil das 19 Mil­lio­nen Eu­ro teu­re Sta­di­on noch nicht fer­tig war. Für die Par­tie ge­gen den VfL hat­ten die Zwi­ckau­er mäch­tig ge­trom­melt, Trai­ner Thors­ten Zie­gner war mäch­tig stolz, als er von der Zu­schau­er­zahl hör­te: „7000 Zwi­ckau­er wa­ren da­bei – das zeigt doch, dass es ge­lin­gen kann, auch in die­ser Stadt den Fuß­ball-Ba­zil­lus zu le­gen.“

Als die Zwi­ckau­er in der Vor­run­de in Osnabrück mit 0:1 ver­lo­ren, gal­ten sie als Ab­stiegs­kan­di­dat. „Ich ha­be da­mals schon ge­sagt, dass die Mann­schaft das Zeug hat, sich in der 3. Li­ga gut zu be­haup­ten“, er­in­ner­te sich VfL-Trai­ner Joe Enochs in der Pres­se­kon­fe­renz am Sams­tag. Kol­le­ge Thors­ten Zie­gner dach­te eben­falls zu­rück an das Spiel: „Das war ein Spie­gel­bild der heu­ti­gen Par­tie: Die Os­na­brü­cker führ­ten nach ei­ner gu­ten ers­ten Halb­zeit 1:0, da­nach be­stimm­ten wir das Spiel und hat­ten gu­te Chan­cen, doch es blieb beim 0:1. Heu­te ist es Osnabrück so ge­gan­gen.“

Wie der Trai­ner blick­ten auch die Spie­ler vor­aus auf das Heim­fi­na­le am Sams­tag ge­gen den SC Pa­der­born. „Wir wer­den auch in die­sem Spiel al­les ge­ben“, ver­sprach Enochs, der sich wie vie­le dar­an er­in­nert, dass die Ost­west­fa­len vor acht Jah­ren im Re­le­ga­ti­ons-Rück­spiel an der Bre­mer Brü­cke durch ei­nen 1:0-Sieg den Auf­stieg in die 2. Bun­des­li­ga schaff­ten.

Jetzt kommt der durch den 1:0-Sieg ge­gen Preu­ßen Müns­ter be­flü­gel­te SCP, um den di­rek­ten Ab­sturz von der Bun­des­li­ga in die Re­gio­nal­li­ga ab­zu­wen­den. Im Fern­du­ell mit den Kon­kur­ren­ten RW Er­furt und Wer­der Bre­men U23 ste­hen die Pa­der­bor­ner un­ter Druck, zu­min­dest im Ab­stiegs­kampf der 3. Li­ga ge­hen vie­le Bli­cke nach Osnabrück.

So­mit geht es für den VfL um Pres­ti­ge und ei­nen ver­söhn­li­chen Sai­son­ab­schluss und ga­ran­tiert nicht um die fi­nan­zi­el­len Ein­bu­ßen, die im Fall ei­nes Wer­der-Ab­stiegs droht, weil die U-Mann­schaf­ten der DFL-Ver­ei­ne nicht am TV-Geld be­tei­ligt wer­den. Auf der an­de­ren Sei­te drückt man­cher im VfL im Ab­stiegs­kampf der 2. Bun­des­li­ga Ki­ckers Würz­burg die Dau­men: Der ver­trag­lich ver­ein­bar­te Ab­lö­se-Nach­schlag für den im Au­gust nach Würz­burg trans­fe­rier­ten Da­vid Pisot wird nur im Fall ei­nes Klas­sen­er­halts fäl­lig.

Fo­to: Fl­oh­re

Fan-Dia­log am Zaun: Die VfL-Pro­fis be­dank­ten sich bei knapp 300 Aus­wärts­fah­rern für die Un­ter­stüt­zung.

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