Flens­burg wie­der an der Spit­ze

Hand­ball: Kiel mit wich­ti­gem Sieg

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport -

Der Nor­den ist in der Hand­ball-Bun­des­li­ga wie­der oben­auf. Die SG Flens­burg steht nach dem Sieg über Lem­go an der Ta­bel­len­spit­ze, der THW Kiel schlägt Ber­lin und mar­schiert in Rich­tung Cham­pi­ons Le­ague.

FLENS­BURG/KIEL. Die SG Flens­burg-Han­de­witt steht wie­der an der Ta­bel­len­spit­ze der Hand­ball-Bun­des­li­ga. Die Nord­deut­schen ge­wan­nen am Sonn­tag ihr Heim­spiel ge­gen den ab­stiegs­be­droh­ten TBV Lem­go mit 30:27 (18:13). Mit 50:6 Punk­ten über­hol­ten sie den mit ei­nem Spiel im Rück­stand lie­gen­den Ti­tel­ver­tei­di­ger Rhein-Neckar Lö­wen (49:5).

Die Vor­ent­schei­dung im Meis­ter­ren­nen fällt nun wohl am 28. Mai, wenn die Flens­bur­ger die Lö­wen emp­fan­gen. Er­folg­reichs­ter Wer­fer der Haus­her­ren war der Schwe­de Jo­han Ja­kobs­son mit elf Tref­fern. Der Dä­ne An­ders Eg­gert steu­er­te an sei­nem 35. Ge­burts­tag zwei Sie­ben­me­ter­to­re bei. Für Lem­go war Tim Horn­ke sie­ben­mal er­folg­reich. Die Gäs­te aus Ost­west­fa­len konn­ten das Spiel nur in der An­fangs­pha­se of­fen gestal­ten, da­nach spiel­te nur noch Flens­burg.

Im Kampf um die er­neu­te Teil­nah­me an der Cham­pi­ons Le­ague hat Re­kord­meis­ter THW Kiel mit dem 32:28 (18:15) über die Füch­se Ber­lin ei­nen wich­ti­gen Sieg ge­fei­ert. Da­mit fes­tig­ten die „Ze­bras“den drit­ten Ta­bel­len­platz, der in den ver­gan­ge­nen Spiel­zei­ten mit ei­ner Wild­card für die eu­ro­päi­sche Kö­nigs­klas­se be­lohnt wur­de. Der THW liegt mit 47:11 Punk­ten nun drei Zäh­ler vor den Haupt­städ­tern (44:14). Bes­te Wer­fer wa­ren Ni­ko­la Bi­lyk mit sie­ben To­ren für Kiel so­wie Petar Ne­na­dic mit neun Tref­fern für die Gäs­te.

Ent­schei­dend für den Kie­ler Er­folg war die Klas­se des Tor­hü­ter­ge­spanns: Ni­k­las Lan­din pa­rier­te beim 22:18 (39.) ei­nen Sie­ben­me­ter von Petar Ne­na­dic, Wolff ent­schärf­te beim 25:23 (49.) ei­nen Tem­po­ge­gen­stoß von Dras­ko Ne­na­dic. In der Schluss­pha­se spiel­te Ber­lin nach Zeit­stra­fen ge­gen die Ne­na­dic-Brü­der und Trai­ner Veli­mir Pet­ko­vic in drei­fa­cher Un­ter­zahl. „Wir hat­ten ein Quänt­chen mehr Ge­las­sen­heit und ha­ben das Spiel dann nach Hau­se ge­bracht. Auch weil die Ber­li­ner sich zum Schluss in Wort­ge­fech­te mit den Schieds­rich­tern ein­ge­las­sen ha­ben“, sag­te Wolff nach dem Ab­pfiff.

Ob der drit­te Platz tat­säch­lich zur Teil­nah­me an der Kö­nigs­klas­se be­rech­tigt, ent­schei­det der eu­ro­päi­sche Ver­band EHF. Ga­ran­tier­te Start­plät­ze Kraft­voll setzt sich Flens­burgs Mark Bult ge­gen Ja­ri Lem­ke durch.

ha­ben nur der Meis­ter und der Vi­ze­meis­ter. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren er­hielt je­doch der Bun­des­li­ga-Drit­te stets ei­ne Wild­card. Dass es aber auch an­ders geht, zeigt das Bei­spiel Frank­reich. Dort er­hiel­ten nach der ab­ge­lau­fe­nen Sai­son der Drit­te

HBC Nan­tes und der Vier­te Mont­pel­lier HB ein Ti­cket für die Cham­pi­ons Le­ague. Das zweit­plat­zier­te Team aus Saint-Ra­pha­el star­te­te nur im EHF-Po­kal und steht dort am kom­men­den Wo­che­n­en­de in Göp­pin­gen im Fi­nal­tur­nier. Halb­fi­nal­geg­ner

sind aus­ge­rech­net die Ber­li­ner Füch­se, die nach 2015 den zwei­ten Sieg im „klei­nen Eu­ro­pa­po­kal“fei­ern wol­len. Wei­te­re deut­sche Star­ter sind der SC Mag­de­burg so­wie Gast­ge­ber und Ti­tel­ver­tei­di­ger Frisch Auf Göp­pin­gen.

Fo­to: imago/Be­au­ti­ful Sports

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