Le­ver­ku­sen fei­ert Der­by­sieg im Fi­na­le

Re­no-Cup in Gre­tesch: 48 Teams zei­gen Klas­se­fuß­ball – Tanz und Ge­sang als Ansporn

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport Regional -

Die Be­su­cher des Re­noCups der TSG Burg Gre­tesch konn­ten sich am Wo­che­n­en­de da­von über­zeu­gen, dass auch in der E-Ju­gend schon hoch­klas­si­ger Tem­po­fuß­ball ge­spielt wird. Bei dem in­ter­na­tio­nal be­setz­ten Tur­nier mit 48 Teams sieg­te am En­de der Nach­wuchs von Bay­er 04 Le­ver­ku­sen.

Von Lenn­art Al­bers

Kurz vor ih­rem Plat­zie­rungs­spiel stan­den die Fuß­bal­ler vom MSV Duis­burg auf dem Ra­sen und war­te­ten auf den An­pfiff. Weil die­ser sich et­was ver­zö­ger­te, ver­trie­ben sich die jun­gen Ki­cker die Zeit, in­dem sie mit ih­ren Trai­nern zur Mu­sik tanz­ten. Die Sze­ne spie­gel­te die Stim­mung rund um das Tur­nier ziem­lich gut wi­der: Auch wenn der Fuß­ball im Mit­tel­punkt stand, kam der Spaß nicht zu kurz. „Die Stim­mung war su­per ent­spannt. Das lag ver­mut­lich auch am über­ra­gen­den Wet­ter“, freu­te sich Or­ga­ni­sa­tor Alex­an­der Kork am Sonn­tag­abend über die gu­te At­mo­sphä­re an bei­den Ta­gen.

Für gu­te Lau­ne sorg­ten be­son­ders Strah­len­de Ge­sich­ter gab es bei den Le­ver­ku­se­nern nach der Sie­ger­eh­rung.

die El­tern vom spa­ni­schen Team De­por­tivo La Cor­u­na, die ih­re Mann­schaft im­mer wie­der mit Ge­sän­gen und „Vamos, Vamos“-Ru­fen an­feu­er­ten. Auch bei miss­lun­ge­nen Ak­tio­nen der Kin­der gab es gleich auf­mun­tern­de Ru­fe. Mit ih­rem vor­bild­li­chen, aber gleich­zei­tig en­thu­si­as­ti­schen Ver­hal­ten stell­ten die Spa­nier da­mit ei­ni­ge El­tern, die teil­wei­se über­eif­rig an­feu­er­ten, in den Schat­ten. Sport­lich reich­te es für La Cor­u­na aber nur für Platz vier. Im Halb­fi­na­le gab es ge­gen die Le­ver­ku­se­ner ei­ne 0:2-Nie­der­la­ge. Das Spiel um den drit­ten Platz ging im Durch­ge­setzt hat sich der VfL-Nach­wuchs um Jus­tin Hoff­mann (li­la) ge­gen Bie­le­feld.

Neun­me­ter­schie­ßen ge­gen Her­tha BSC Ber­lin ver­lo­ren.

Für die Teams der Re­gi­on war im hoch­klas­sig be­setz­ten Tur­nier fast nichts zu ho­len. „Ge­gen die Nach­wuchs­leis­tungs­zen­tren ha­ben un­se­re Jungs ein­fach kei­ne Chan­ce, aber das Er­leb­nis war ein­fach su­per“, schau­te Oli­ver Koch, der ei­nes von drei Gre­te­scher Teams trai­nier­te, nicht all­zu sehr auf die Er­geb­nis­se. Ne­ben den spie­le­ri­schen Un­ter­schie­den fiel ihm vor al­lem ein gro­ßer Un­ter­schied in der Phy­sis auf: „Als wir ge­gen den FC Midd­les­bo­rough aus En­g­land ge­spielt ha­ben, wur­de den Jungs ein­drucks­voll

ge­zeigt, was eng­li­sche Här­te be­deu­tet.“

Von den Lo­kal­ma­ta­do­ren schaff­te es so nur der VfL Osnabrück in die Zwi­schen­run­de. Aber hier hat­ten die Li­laWei­ßen dann ge­gen La Cor­u­na und den 1. FC Köln das Nach­se­hen. Im Plat­zie­rungs­spiel sieg­te der VfL aber noch mit 2:1 ge­gen Ar­mi­nia Bie­le­feld und konn­te sich so über den neun­ten Platz freu­en. „Wir ha­ben heu­te das Ma­xi­mum raus­ge­holt und uns in die­sem in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich gut ge­schla­gen“, sprach Trai­ner Fa­bi­an Heb­be­ler sei­nem Team ein Lob aus.

Im Fi­na­le gab es schließ­lich ein Rhein­der­by zwi­schen Le­ver­ku­sen und Köln. In ei­nem um­kämpf­ten Spiel hat­ten die Köl­ner die et­was bes­se­ren Chan­cen, schei­ter­ten aber im­mer wie­der an Bay­er-Kee­per Mo­ritz Hell­wig. Nach­dem es nach 16 Mi­nu­ten 0:0 stand, wur­de der 11-jäh­ri­ge Schluss­mann auch im an­schlie­ßen­den Neun­me­ter­schie­ßen zum Held, wo er die ers­ten bei­den Ver­su­che hielt und sein Team zum 2:0-Fi­nal­er­folg führ­te. Die­ser wur­de bei der Sie­ger­eh­rung mit ei­nem lau­ten, rhei­ni­schen „Ufta, ufta, Tä­tärä“laut­stark ge­fei­ert. „Die Jungs ha­ben zwei Ta­ge su­per ge­spielt – vor al­lem de­fen­siv. Wir ha­ben im gan­zen Tur­nier nur ein Ge­gen­tor be­kom­men. Das ist wirk­lich her­vor­ra­gend“, freu­te sich Bay­er-Trai­ner Di­mi­tri Te­schner über sehr gu­te Ab­wehr­ar­beit.

Zuf­rie­den­heit herrsch­te nach dem Tur­nier auch bei den Or­ga­ni­sa­to­ren. Es gab nur po­si­ti­ve Rück­mel­dun­gen, und auch Kork fiel nichts Ne­ga­ti­ves ein: „Es hat an al­len Ecken und En­den ge­passt. Jetzt freu­en wir uns aber nach­her auf un­ser Fei­er­abend­ge­tränk.“Und in we­ni­gen Ta­gen be­gin­ne dann schon wie­der die Vor­be­rei­tung für das nächs­te Jahr.

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