OTB will für noch mehr Men­schen at­trak­tiv sein

Mit­glie­der­ver­samm­lung auch mit kri­ti­schen Tö­nen – Trai­ner des Jah­res ge­ehrt

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Lokalsport -

Po­si­ti­ve Ent­wick­lun­gen, Kri­tik in Rich­tung Stadt – und na­tür­lich Eh­run­gen. So könn­te man in ei­nem Satz die Jah­res­haupt­ver­samm­lung des Os­na­brü­cker Tur­ner­bun­des (OTB) zu­sam­men­fas­sen.

„Wir be­fin­den uns ein biss­chen in ei­ner Kon­so­li­die­rungs­pha­se. Nach dem Kraft­akt der letz­ten Jah­re kön­nen wir jetzt ein biss­chen Luft ho­len“, bi­lan­zier­te der Vor­sit­zen­de Mat­thi­as Strauß. Mit dem Kraft­akt wa­ren die In­ves­ti­tio­nen des Ver­eins in die Ge­bäu­de und die In­fra­struk­tur ge­meint. Mehr als 3,5 Mil­lio­nen Eu­ro sei­en seit 2010 in Mo­der­ni­sie­run­gen und Bau­maß­nah­men wie die neue Hal­le und das „Ath­le­ti­cum“ge­steckt wor­den. We­ni­ger als die Hälf­te des Gel­des ha­be man über Kre­di­te fi­nan­ziert, den Groß­teil ha­be der Ver­ein selbst oder die Stadt Os­na­brück, der Stadt­sport­bund (SSB) und der Lan­des­sport­bund (LSB) auf­ge­bracht.

Der Vor­sit­zen­de skiz­zier­te im An­schluss die Her­aus­for­de­run­gen, de­nen sich der OTB ak­tu­ell stel­le. „Auf der ei­nen Sei­te wol­len wir der OTB als Ver­ein blei­ben. Auf der an­de­ren Sei­te müs­sen wir uns den ge­sell­schaft­li­chen Ve­rän­de­run­gen stel­len.“So wol­le der Ver­ein fle­xi­ble­re Trai­nings­zei­ten an­bie­ten, um für mehr Men­schen at­trak­tiv zu sein. Das zah­le sich be­reits aus: Im Ver­gleich zu 2013 sei die Mit­glie­der­zahl auch durch das „Ath­le­ti­cum“um fast 300 auf 2565 im Jahr 2017 ge­stie­gen. Sor­gen be­rei­te­ten den Ver­ant­wort­li­chen al­ler­dings die Be­stre­bun­gen der Stadt, die fi­nan­zi­el­len Zu­schüs­se für die Sport­ver­ei­ne zu de­ckeln. „Die Groß­ver­ei­ne ha­ben enor­men po­li­ti­schen Ge­gen­wind be­kom­men“, sag­te Strauß. Dass der OTB und auch der OSC zu­sam­men knapp die Hälf­te der Sport­för­de­rung der Stadt er­hiel­ten, be­grün­de­te der Vor­sit­zen­de da­mit, dass bei­de Vereine auch über die größ­ten Sport­an­la­gen ver­füg­ten und die meis­ten In­ves­ti­tio­nen tä­tig­ten. Die Kür­zung der Zu­schüs­se wür­de mit Kon­se­quen­zen ein­her­ge­hen. „In­ves­ti­tio­nen wer­den da­durch schwie­ri­ger, müs­sen aber ge­macht wer­den“, so Strauß mit Blick auf die ver­eins­ei­ge­nen Ge­bäu­de, die teil­wei­se be­reits über 60 Jah­re alt sei­en.

Nach­dem der Vor­stand per Ab­stim­mung ent­las­tet und der vor­ge­stell­te Haus­halts­plan an­ge­nom­men wor­den war, ver­kün­de­te Ni­co­le Nie­mei­er als stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de Pres­se ei­ne Neue­rung im Ver­gleich zu den ver­gan­ge­nen Jah­ren: Statt der Wahl zum Sport­ler des Jah­res ehr­te der OTB meh­re­re Trai­ner des Jah­res. Dia­na Gin­de­le (Karate), Fried­helm Pe­sel­mann, Micha­el Karsch (bei­de Leicht­ath­le­tik) und Ti­tans-Trai­ner Ro­land Sen­ger wur­den für ihr En­ga­ge­ment aus­ge­zeich­net. Zweit­li­gaCoach Sen­ger zeig­te sich über­rascht: „Das ha­be ich wirk­lich nicht er­war­tet. Das ist na­tür­lich ein tol­ler Lohn für die Ar­beit. Der Dank geht na­tür­lich auch an das ei­ge­ne Team.“

Und dann stan­den noch die Eh­run­gen lang­jäh­ri­ger Mit­glie­der auf dem Pro­gramm – dar­un­ter Ka­rin Ger­d­el­bracht und In­ge Kott für 70 Jah­re Ver­eins­mit­glied­schaft. Auf 80 Jah­re im OTB kommt Hans Hin­richs, der al­ler­dings nicht an­we­send war. Al­le Geehr­ten nah­men Blu­men und Ur­kun­den im Emp­fang und po­sier­ten für Fotos. In­ge Kott freu­te sich na­tür­lich über die Eh­rung und gab ei­nen be­ein­dru­cken­den kur­zen Ein­blick in ihr Ver­eins­le­ben: „Ich bin mit Ge­rä­te­tur­nen, Gym­nas­tik und Leicht­ath­le­tik an­ge­fan­gen und ha­be ei­gent­lich al­les mit­ge­macht. Jetzt bin ich im­mer noch da­bei und ge­he ein­mal in der Wo­che re­gel­mä­ßig zur Gym­nas­tik und or­ga­ni­sie­re für mei­ne Ab­tei­lung je­des Jahr ei­nen Aus­flug.“

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