Der Preis von „to go“

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück - E-Mail: till@noz.de

Ver­gan­ge­ne Wo­che war Till ins Gr­ü­beln ge­ra­ten über den 50-Cent-Auf­schlag, den ein Os­na­brü­cker Bä­cke­rei-Ca­fé ver­langt, wenn Kun­den ih­re Co­la oder ein an­de­res Ge­tränk am Tisch ver­zeh­ren. Groß war die Em­pö­rung auf der In­ter­net­platt­form Face­book dar­über – und Till schüt­tel­te den Kopf. Schließ­lich hat die Bä­cke­rei durchs Ge­schirr­spü­len, Ti­sch­ab­wi­schen und Toi­let­ten­put­zen durch den Service vor Ort ei­nen hö­he­ren Auf­wand. Ein Le­ser hat Till nun ge­schrie­ben, dass er die­se Be­grün­dung der Bä­cke­rei für schein­hei­lig hält und trau­rig dar­über ist, dass ein Punkt gar kei­ne Be­rück­sich­ti­gung fin­det: Wer ei­nen Kaf­fee zum Mit­neh­men im Papp­be­cher be­stellt oder ei­ne Co­la in ei­ner 0,5-Li­ter-Fla­sche, er­zeugt auch Kos­ten, be­tont der Herr, näm­lich für die Ent­sor­gung der Be­häl­ter. Und wer zahlt die? Die All­ge­mein­heit. Da ist was dran, muss Till zu­ge­ben und kratzt sich am Kopf. Es ist ja wirk­lich so: Ohne Weg­werf- und Mit­nah­me­men­ta­li­tät gä­be es gar kei­ne Not­wen­dig­keit, ei­nen Auf­schlag für Vor-Ort-Ver­zehr zu er­he­ben. Ei­gent­lich müss­te es an­ders­her­um sein. Zum Glück kann Till sich sei­nen Kaf­fee längst an vie­len Or­ten in sei­nen ei­ge­nen Ther­mos­be­cher fül­len las­sen – und im­mer mehr an­de­re Kun­den tun das­sel­be. Ei­ne gute Sa­che, fin­det Till.

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