Schwarz-Gelb in NRW nimmt Fahrt auf

La­schet und Lind­ner ver­ein­ba­ren Ge­sprä­che über Ko­ali­ti­on – Kri­tik an SPD-Ver­hal­ten

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik -

DÜS­SEL­DORF. Nach der Land­tags­wahl in Nord­rheinWest­fa­len wol­len die Wahl­sie­ger CDU und FDP ih­re Dif­fe­ren­zen über­brü­cken und über ei­ne ge­mein­sa­me Re­gie­rung ver­han­deln. CDU-Lan­des­chef Ar­min La­schet und der FDP-Vor­sit­zen­de Chris­ti­an Lind­ner be­ton­ten, dass es kei­ne un­über­wind­ba­ren Hin­der­nis­se für ein schwarz-gel­bes Bünd­nis ge­be. Ei­ner Gro­ßen Ko­ali­ti­on hat­te der SPDLan­des­vor­stand ei­ne kla­re Ab­sa­ge er­teilt.

La­schet kün­dig­te ei­nen zü­gi­gen Start der Ge­sprä­che an. Lind­ner sag­te, die Ge­sprä­che wer­de die FDP „hart, aber herz­lich“füh­ren. La­schets Ziel ist es, noch vor der Som­mer­pau­se Mit­te Ju­li ei­ne neue Lan­des­re­gie­rung zu bil­den. Lind­ners An­sicht, dass es die größ­ten Dif­fe­ren­zen bei der Wirt­schafts­po­li­tik ge­be, tei­le er „über­haupt nicht“, sag­te La­schet. Wenn der FDP-Chef da­ge­gen bei der in­ne­ren Si­cher­heit kei­ne gro­ßen Pro­ble­me se­he, „ist das ei­ne gu­te Nach­richt“.

Lind­ner sag­te, über die Wirt­schafts- und die Ener­gie­po­li­tik, aber auch über die Zu­wan­de­rung und die In­te­gra­ti­on von Flücht­lin­gen wer­de man „län­ger mit­ein­an­der spre­chen müs­sen“. We­ni­ger Pro­ble­me sieht er da­ge­gen in der Bil­dungs­po­li­tik. Ei­ne schwarz-gel­be Ko­ali­ti­on in NRW sol­le kei­ne Blau­pau­se für den Bund sein, be­ton­te der FDP-Vor­sit­zen­de.

La­schet und Lind­ner kri­ti­sier­ten die strik­te Ab­sa­ge der SPD an ei­ne Gro­ße Ko­ali­ti­on. Er sei über­rascht, dass die SPD „über­haupt nicht mehr ge­stal­ten will in Nord­rheinWest­fa­len“, sag­te La­schet. Lind­ner warf den So­zi­al­de­mo­kra­ten vor, sie ent­zö­gen sich ih­rer „staats­po­li­ti­schen Ver­ant­wor­tung“. Bei­de Po­li­ti­ker se­hen kein Pro­blem dar­in, dass ei­ne schwarz-gel­be Ko­ali­ti­on im Land­tag nur ei­ne Mehr­heit von ei­ner Stim­me hät­te.

Die Ab­wahl der rot-grü­nen Lan­des­re­gie­rung hat auch bei den Grü­nen zu per­so­nel­len Kon­se­quen­zen ge­führt. Die noch am­tie­ren­de Schul­mi­nis­te­rin Syl­via Löhr­mann kün­dig­te an, sie wer­de auf ihr Land­tags­man­dat „in ab­seh­ba­rer Zeit“ver­zich­ten. Frak­ti­ons­chef Mehr­dad Mo­s­to­fi­z­a­deh will für kei­ne wei­te­re Amts­zeit kan­di­die­ren.

Ar­min La­schet Fo­to: dpa

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