Pri­mark wich­ti­ger An­ker­mie­ter im Loom

Cen­ter­ma­na­ger will Bie­le­fel­der Ein­kaufs­mall in die In­nen­stadt in­te­grie­ren

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Wirtschaft - Von Na­di­ne Gru­ne­wald

BIE­LE­FELD. Im Herbst die­ses Jah­res soll in Bie­le­feld das neue Shop­ping­cen­ter Loom er­öff­nen. Wann genau, ver­rät Cen­ter­ma­na­ger Micha­el Latz noch im­mer nicht. Doch die Bau­ar­bei­ten schrei­ten vor­an: En­de April konn­te der vor­letz­te von fünf Bau­krä­nen ab­ge­baut wer­den. Ein Teil der Fas­sa­de ist be­reits fer­tig, im In­nern sind teil­wei­se schon Flie­sen ver­legt wor­den. „So lang­sam wer­den die Miet­be­rei­che über­ge­ben, so­dass un­se­re Miet­part­ner mit den Aus­bau­ten be­gin­nen kön­nen“, sagt Latz im Ge­spräch mit un­se­rer Re­dak­ti­on.

Frü­her be­fan­den sich Ga­le­ria Kauf­hof und die Ci­ty Pas­sa­ge mit 40 Ge­schäf­ten auf dem Ge­län­de. Im Loom wer­den 110 Ge­schäf­te auf 26 000 Qua­drat­me­ter Ver­kaufs­flä­che Platz fin­den. So ha­be man der gro­ßen Nach­fra­ge nach La­den­flä­chen im Ein­zel­han­del in Bie­le­feld ge­recht wer­den kön­nen. Über 90 Pro­zent der Flä­chen sind laut Latz be­reits ver­mie­tet. Wer dort ein­zie­hen wird, dar­um macht der In­ves­tor ECE wei­ter­hin ein Ge­heim­nis. Im­mer­hin: Mit der Mo­de­dis­count­ket­te Pri­mark ist be­reits ein An­ker­mie­ter be­stä­tigt wor­den. „Pri­mark ist ein ganz wich­ti­ger An­ker­mie­ter, der in den letz­ten Jah­ren ge­zeigt hat, dass er sehr er­folg­reich und bei Kun­den stark nach­ge­fragt ist. Das Un­ter­neh­men hat den Markt genau ana­ly­siert und Po­ten­zi­al in Bie­le­feld ge­se­hen“, sagt Latz. Der Mo­de­dis­coun­ter ge­rät we­gen sei­ner bil­lig pro­du­zier­ten Klei­dung häu­fig in die Kri­tik. „Pri­mark ist ei­ner von 110 Miet­part­nern. Wenn je­mand dort nicht ein­kau­fen möch­te, hat er bei uns noch 109 wei­te­re Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten und noch da­zu ei­ne groß­ar­ti­ge In­nen­stadt.“

Die Be­fürch­tun­gen ei­ni­ger Bie­le­fel­der Händ­ler möch­te Latz zer­streu­en. „Wir ver­ste­hen uns als Part­ner der In­nen­stadt und sind nicht dar­an in­ter­es­siert, die­se und die Rand­la­gen auss­ter­ben zu las­sen.“Latz wün­sche sich ei­nen Aus­tausch zwi­schen In­nen­stadt und Cen­ter. Da­zu soll das Loom nicht nur ar­chi­tek­to­nisch in sei­ne Um­ge­bung in­te­griert wer­den, son­dern auch mit Gas­tro­no­mie­be­rei­chen mit Au­ßen­ter­ras­sen. ECE se­he Ein­kaufs­malls als Er­gän­zung. Des­halb ge­he man be­wusst in die In­nen­stadt, statt die Cen­ter au­ßer­halb zu plat­zie­ren.

Schon vor der Er­öff­nung ha­be sich das Loom po­si­tiv auf die In­nen­stadt aus­ge­wirkt: Vie­le Lä­den ha­ben laut Latz be­reits in­ves­tiert, um sich für den neu­en Mit­be­wer­ber am Markt fit zu ma­chen. So he­be sich das ge­ne­rel­le Ni­veau der Ein­kaufs­stadt – und das lo­cke dann wei­te­re Men­schen an. Der­zeit ge­he man von ei­nem theo­re­ti­schen Ein­zugs­ge­biet von 1,45 Mil­lio­nen Ein­woh­nern aus. „Die Er­fah­rung und Ana­ly­se ha­ben ge­zeigt, dass der Kon­su­ment be­reit ist, ei­nen An­fahrts­weg von 45 Mi­nu­ten und län­ger in Kauf zu neh­men – wenn das Mo­de­an­ge­bot gut ist. Der ein oder an­de­re fährt dann auch mal an­dert­halb St­un­den.“

Die Bau­ar­bei­ten am Loom schrei­ten vor­an, im Herbst soll das Shop­ping­cen­ter er­öff­net wer­den. Fo­to: Na­di­ne Gru­ne­wald

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