Mi­ni­mal­ziel er­reicht

Eis­ho­ckey-Team fei­ert nach Pen­al­ty-Tri­umph ge­gen Lett­land Ein­zug ins WM-Vier­tel­fi­na­le

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport -

Wie­der Lett­land, wie­der ge­won­nen. Wie schon vor acht Mo­na­ten bei der Olym­pia-Qua­li­fi­ka­ti­on in Ri­ga hat Deutsch­lands Eis­ho­ckey-Team in ei­nem Ent­schei­dungs­spiel ge­gen die Bal­ten ge­won­nen. Durch den Sieg steht die DEB-Aus­wahl im WMVier­tel­fi­na­le von Köln. Von Cars­ten Lap­pe und Kris­ti­na Puck

KÖLN. Stress­test be­stan­den, Mi­ni­mal­ziel WM-Vier­tel­fi­na­le er­reicht: Deutsch­lands Eis­ho­ckey-Par­ty in Köln geht wei­ter. Nach dem ner­ven­auf­rei­ben­den 4:3 (0:0, 2:1, 1:2, 0:0) nach Pen­al­ty­schie­ßen im Vor­run­den-End­spiel um den Ein­zug in die K.o.-Run­de ge­gen Lett­land spielt das Team von Bun­des­trai­ner Mar­co Sturm am Don­ners­tag (20.15 Uhr/Sport 1) ge­gen Ti­tel­ver­tei­di­ger Ka­na­da. Fre­de­rik Tif­fels schoss Deutsch­land am Di­ens­tag­abend vor 18 797 Zu­schau­ern in der aus­ver­kauf­ten Köl­ner Are­na zum nächs­ten Er­folg der Ära Sturm.

Zu­vor hat­ten Da­vid Wolf und Den­nis Sei­den­berg (32. Mi­nu­te) per Dop­pel­schlag im zwei­ten Drit­tel zum zwi­schen­zeit­li­chen 2:0 ge­trof­fen. Fe­lix Schütz hat­te die Deut­schen dann nach ei­nem Rück­stand erst 33 Se­kun­den vor dem En­de nach Vor­la­ge des Aus­nah­me­kön­ners Le­on Drai­saitl in die Ver­län­ge­rung ge­ret­tet. Be­reits im ver­gan­ge­nen Jahr hat­te die Aus­wahl bei der ers­ten WM un­ter der Ver­ant­wor­tung von Sturm das Vier­tel­fi­na­le er­reicht. Für die Let­ten ist die Welt­meis­ter­schaft in Köln und Pa­ris trotz To­ren von Gu­n­ars Sk­vor­covs (39.), Ja­nis Sprukts (49.) und An­d­ris Dzer­kins (57.) da­ge­gen vor­bei.

Träu­me­rei­en von ei­ner Wie­der­ho­lung des WM-Mär­chens von 2010, als Deutsch­land beim bis­lang letz­ten Heim-Tur­nier bis ins Halb­fi­na­le vor­ge­drun­gen war, schei­nen dies­mal in­des ver­we­gen. Ti­tel­ver­tei­di­ger Ka­na­da un­ter­mau­er­te sei­ne Fa­vo­ri­ten­rol­le auch bei die­sem Tur­nier am Abend durch ein 5:2 ge­gen Vi­ze-Cham­pi­on Finn­land.

Auch 2010 hat­te die Aus­wahl des Deut­schen Eis­ho­ckey-Bun­des (DEB) ein Al­les-oder-nichts-Spiel um den Vier­tel­fi­nal­ein­zug zu be­ste­hen. Da­mals hat­te das Team die Slo­wa­kei mit 2:1 und spä­ter im Vier­tel­fi­na­le die Schweiz mit 1:0 be­siegt. Wie vor sie­ben Jah­ren kam es auch dies­mal wie­der zu ei­ner Zit­ter­par­tie. Das Spiel er­in­ner­te ver­hee­rend an den 3:2Sieg im ver­gan­ge­nen Sep­tem­ber, als die DEB-Aus­wahl mit sie­ben NHL-Pro­fis eben­falls ge­gen Lett­land in Ri­ga im Ent­schei­dungs­spiel die Olym­pia-Qua­li­fi­ka­ti­on ge­schafft hat­te.

„Es wird wie­der ein Fight wie in Ri­ga wer­den. Wir dür­fen uns kei­ne leich­ten Feh­ler er­lau­ben“, hat­te Sturm vor­her­ge­sagt und ge­for­dert: „Die Jungs sol­len lo­cker sein und Spaß ha­ben.“Vor dem Match hat­te der Bun­des­trai­ner im Ver­gleich zum 4:1 am Sams­tag ge­gen Ita­li­en dann al­le Sturm­rei­hen um­ge­stellt. „Wir wa­ren mit ei­ni­gen Rei­hen nicht so zu­frie­den“, be­grün­de­te Sturm. Die Neu­ord­nung zahl­te sich aus.

Ge­schafft: Die deut­schen Spie­ler ju­beln nach dem Ein­zug ins WM-Vier­tel­fi­na­le. Fo­to: dpa

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