US-Te­enager stirbt an Kof­f­e­in-Über­do­sis

Hoch­do­sier­te Ge­trän­ke in kur­zer Zeit lö­sen Herz­rhyth­mus­stö­run­gen aus

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Weltspiegel -

CH­A­PIN. Ein 16-Jäh­ri­ger ist im US-Bun­des­staat South Ca­ro­li­na an den Fol­gen ei­ner Über­do­sis Kof­f­e­in ge­stor­ben. Der Te­enager sei im Un­ter­richt in der Stadt Ch­a­pin zu­sam­men­ge­bro­chen, nach­dem er in­ner­halb von zwei St­un­den drei koffe­in­hal­ti­ge Ge­trän­ke zu sich ge­nom­men ha­be – ei­nen Milch­kaf­fee, ei­ne Zi­tro­nen­li­mo­na­de mit ho­hem Koff­e­in­ge­halt und ei­nen Ener­gy-Drink, wie der Nach­rich­ten­sen­der CNN am Di­ens­tag den Ge­richts­me­di­zi­ner des Be­zirks Rich­land, Ga­ry Watts, zi­tier­te. Die gro­ße Men­ge an Kof­f­e­in in so kur­zer Zeit ha­be mit ho­her Wahr­schein­lich­keit Herz­rhyth­mus­stö­run­gen aus­ge­löst, an de­nen der 16-Jäh­ri­ge En­de April ge­stor­ben sei.

Bei Herz­rhyth­mus­stö­run­gen pumpt das Herz nicht mehr re­gel­mä­ßig und be­för­dert kein Blut mehr in den Kreis­lauf. Dar­un­ter lei­den das Ge­hirn und die Or­ga­ne. Der Jun­ge sei ge­sund ge­we­sen und ha­be we­der Al­ko­hol noch Dro­gen kon­su­miert, er­klär­te Watts. Ei­ne Herz­schwä­che sei nicht dia­gnos­ti­ziert wor­den.

In den USA gibt es im­mer wie­der Be­rich­te über To­des­fäl­le nach der Auf­nah­me ho­her Kof­f­e­in­men­gen vor al­lem über Ener­gy-Drinks. Ge­ra­de bei ei­ner Vor­schä­di­gung des Her­zens kann ex­zes­si­ver Kof­f­e­in­kon­sum gra­vie­ren­de Fol­gen ha­ben. Kof­f­e­in wirkt ähn­lich wie das Stress­hor­mon Ad­re­na­lin: Es lässt das Herz schnel­ler schla­gen und er­höht den Blut­druck. Bei sehr gro­ßen Men­gen be­ginnt das Herz zu ra­sen, kann aus dem Takt ge­ra­ten und im schlimms­ten Fall ste­hen blei­ben.

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