Karl-Ot­to Apel mit 95 Jah­ren ge­stor­ben

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Kultur -

FRANK­FURT. Der Phi­lo­soph Karl-Ot­to Apel ist tot. Er starb am Mon­tag­abend im Al­ter von 95 Jah­ren an sei­nem Wohn­ort in Nie­dern­hau­sen im Tau­nus, wie sei­ne Fa­mi­lie am Di­ens­tag be­stä­tig­te. Apel ge­hör­te mit sei­ner Dis­kurs­ethik, die Im­ma­nu­el Kants Moral­theo­rie neu for­mu­lie­ren woll­te, zu den ein­fluss­reichs­ten deut­schen Phi­lo­so­phen der Ge­gen­wart. Er war bis zu sei­ner Eme­ri­tie­rung im Jahr 1990 Pro­fes­sor an der Goe­the-Uni­ver­si­tät in Frank­furt.

Apel, 1922 in Düs­sel­dorf ge­bo­ren, pro­mo­vier­te 1950 in Bonn mit ei­ner Ar­beit über Mar­tin Hei­deg­ger. Er hat­te Pro­fes­su­ren in Kiel und Saar­brü­cken, bis er An­fang der 70er-Jah­re an die Uni­ver­si­tät Frank­furt kam. Als Haupt­werk gilt sei­ne 1973 er­schie­ne­ne Auf­satz­samm­lung „Trans­for­ma­ti­on der Phi­lo­so­phie“. Zu sei­nen Weg­ge­fähr­ten und Freun­den ge­hör­te Jür­gen Ha­ber­mas.

Ein­fluss­rei­cher Phi­lo­soph: Karl-Ot­to Apel. Fo­to: dpa

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